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  1. #1
    Einsteiger
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    Standard Ruderblattgröße bzw. Ruderblattform Drifter S

    Hallo zusammen,

    da ich immer noch etwas Probleme habe meine Drifter zum Driften zu bekommen, habe ich heute das Ruder im 5mm gekürzt.
    Das Driften ist nicht anders geworden, aber nun ist das Boot um die Längsachse instabiler geworden... es pendelt ab und an leicht.
    Gerade nach dem Überfahren von kleinen Wellen tänzelt es links und rechts hin und her.
    Aktuelles Setup:
    1940-6 an 4s
    40K
    Strut 2,5mm plan über Tisch
    Schwerpunkt bei etwa 30% vom Spiegel

    Ruder ist knapp 56mm lang von der Propeller Mitte.
    Unten ist es 24mm breit und am Propeller 28mm. Die Vorderkante ist ungefähr im Drehpunkt.

    Was kann ich testen um das Teil zum richtig driften zu bewegen, aber es sollte auch weiter Stabil bei Vollast sein.
    Ist das Ruder jetzt zu klein, kurz?

    Was muss ich beim Ruder herstellen beachten? ;-) Fräse ist vorhanden...

    Ich habe auch noch den Einlauf der Wasserkühlung auf der letzten Lauffläche leicht rausstehen (1mm) Das könnte das Schwingen auch anregen, oder?

    Ich danke für Eure Hilfe
    Gruß Martin
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  2. #2
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    Hallo,

    eine Sache habe ich gerade noch einmal ausgemessen...
    Die Drehachse vom Ruder ist nicht genau 90° zur Fahrachse... sie ist unten leicht nach vorn geneigt.
    Wenn ich mich nicht irre, dann sollte dies in der Kurve das Heck runter und die Nase noch drücken... also auch eher entgegen dem Driften, oder?

    Ein Einstellbarer Winkel über Gewinde oder ähnliche wäre cool ;-)

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    Gruß Martin

  3. #3
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Zum Ausprobieren bezgl. Ruderachsenneigung kann man an der Befestigung des Auslegers unten oder oben Scheiben unterlegen
    Gruß Michael St*****

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  4. #4
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    Hallo Michael,

    ja das wäre ein schneller Test... ich denke aber ich werde mir da gleich eine kleine Platte im Winkel fräsen... so um die 3-4° als Test.
    Ich habe auch begonnen ein neues Ruderblatt zu fräsen, was erst mal etwas länger und breiter werden soll.... es beginnt nun auch einige mm vor der Drehachse.
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    Gruß Martin

  5. #5
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Moin,
    ein größeres Ruder Ruder gibt mehr Führung.
    Bevor ich mir Mühe mit dem sauberen fräsen geben würde, würde ich mir aus Federstahl einfach was schnitzen (Edelstahl-Maurerkelle) und dann guck, wie klein das Ruderblatt werden kann. Letztendlich wenn du driften willst, muss das Ruder ja ohne verkantende Effekte am Rumpf dem Prop-Walk nachgeben können.

    Mit dem Ruder hinter dem Propeller reicht ja ein sehr kleines Ruder zum lenken und was vom Ruder unter dem Propeller dann im Wasser ist, das wirkt ja durchaus auch als Finne. Genau das würde ich schrittweise kappen. Im Extrem brauchst du dann halt einen Gasstoß zum lenken aber da ab schneiden besser geht als "dran schneiden", kannst du ja schrittweise vorgehen.

    Grüße, Eike

  6. #6
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    Hallo Eike,

    danke dir für deine Antwort.
    Okay... ich merke schon ich suche irgendwie die Eiermilch.... wie auch immer das Tier heißt.
    Auf dem letzten Bild ist das alte Ruder zu erkennen.
    Das habe ich nur im 5mm gekürzt.. damit ist das Driften nicht besser geworden, aber das eigentliche Fahrverhalten viel schlechter.
    Bei Teillast tänzelt er sehr stark mit dem Hintern... und ist auf einmal auch viel wellenanfälliger...

    Weiterhin passiert es mir immer wieder, dass ich den Cat aufs Dach lege... meist aber nur in recht langsamer gefahrenen Kurven.
    Da hackt er seitlich ein und dann kippt er um.... passiert fast bei jeder Fahrt.

    Und ich wollte eh mal versuchen ob ich es mit der Fräse selber hin bekomme so ein Ruder zu fertigen... :-)
    Es rutschen doch die geraden Kuven, brauch man da nicht einen festen Gegenpunkt um quer zu fahren?

    Gruß Martin

  7. #7
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Moin,
    so Abstimmung ist halt "Popo-Meter", am besten fährt man das Boot selbst, alleine zu zu schauen reduziert schon die Aussagefähigkeit, im Forum ist es weit weg.

    Ein Drift, also eine Abweichung von klar spurgeführter Fahrt ist ein instabiler Zustand und steht im Widerspruch zu ggf. Stabilitätsansprüchen im allgemeinen Fahrverhalten.
    Sinnvoll dürfte also sein, das Boot eher mittelmäßig zu motorisieren (Motor, Akku, Prop-Kombi, ggf. halt einfach ein kleiner Prop), so dass du es mit grundsätzlich ermöglichter Instabilität sinnvoll fahren kannst.

    Mit nur einem Motor hast du aber die Drehmomenteinflüsse vom Motor, musst die bis zu einem gewissen Maße mit dem Ruder stabilisieren und jetzt redest du vom driften - also dass das Boot sich in Links und Rechtskurven unterschiedlich verhalten wird, ist unvermeidlich, den Rest wirst du testen müssen...

    So ein Ruder zu fräsen ist eine schöne Aufgabe an sich, grundsätzlich würde ich für so eine Abstimmung ein paar Blechle schnitzen und wenn das alles passt, kann man sich Mühe im Finisch geben - da tickt aber jeder anders.

    Grüße, Eike

  8. #8
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Zitat Zitat von martin2day Beitrag anzeigen
    ja das wäre ein schneller Test... ich denke aber ich werde mir da gleich eine kleine Platte im Winkel fräsen... so um die 3-4° als Test.
    Ich habe auch begonnen ein neues Ruderblatt zu fräsen, was erst mal etwas länger und breiter werden soll.... es beginnt nun auch einige mm vor der Drehachse.
    Was ist nun das eigentliche Ziel? Fräsen lernen oder das Fahrverhalten eines Bootes nach den eigenen Wunschvorstellungen zu modifizieren?

    Ein Boot ist kein RC-Car, wo man hie und da an Schrauben dreht und Spur/Sturz/Nachlauf verstellt, nebenher noch Gummimischungen ausprobiert. Beim Boot geht es am Ende immer um Spachteln oder andere aufwändige Sachen. Daher gibt es halt so ein paar Tricks, dazu gehören U-Scheiben zum pfuschigen Verstellen von Winkeln im Ruder oder Antrieb, testweise Leisten aus Balsa oder Forex, schichtweise Klebeband statt einem Keil aus Spachtel, etc.

    Wie Eike schon schrieb, wird das Fahrverhalten eines Einmot niemals symmetrisch werden, maximal annähernd, aber dazu müsstes Du asymmetrisch modden.

    PS: Ein Rudergelenk mit einstellbarem Lenkachsenwinkel gab es von Lindenau (CFK/Alu) und auch von Psycho (Alu). Aber vorher würde ich definitiv mit Scheiben spielen, ob das überhaupt zielführend ist
    PS2: (auch nur marginal) überstehende WaKü-Einlässe sind hinsichtlich des Fahrverhaltens immer ein absolutes No-Go
    Geändert von MiSt (24.June.2020 um 08:46 Uhr)
    Gruß Michael St*****

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  9. #9
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    Hallo Ihr Beiden,

    vielen Dank euch für den Input und die Diskussion.
    Wie ich sehe, muss ich mir wirklich einmal Gedanken machen was ich genau möchte... und dann gezielt an den Möglichen Parametern anpassen.

    Meine Wunschvorstellung beißt sich ein wenig.
    Spaßboot was schnell und sicher geradeaus läuft und in der Kurve quer geht.

    Klar ist mir, dass ich vorwiegend nur Rechtskurven fahren werde... das mache ich von Haus aus schon immer so.

    Michael, du hast es gut gesagt.. es ist kein Auto. Meine Aktivitäten sind zwar nicht im Modell, aber aktuell versuche ich mein Wissen vom Auto hier anzuwenden. Auch da muss ich noch mehr bei den Booten dazu lernen.
    Genauso sieht es auch beim Fräsen aus... hier wollte ich einfach mal testen ob ich das hin bekomme... hier ging es nicht darum wie ich beim Boot am schnellsten zum Ziel komme.
    Und ich hatte mich auch ein wenig über mich selber geärgert... das ich Dummy das schöne Ruder 5mm abgefräst habe.. und das Boot danach nicht mehr so gut gefahren ist.
    Auch deshalb wollte ich ein "gutes" Ruder wieder haben.

    Thema WaKü: Soll ich die beiden Einlässe (einer links einer rechts) nur planschleifen, oder gleich auf ein besseres System z.B. mit der Aufnahme aus dem hochspritzenden Wasser umbauen.

    Gruß Martin

  10. #10
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Planschleifen ist zielführend. Umbau auf Roostertailaufnahme natürlich auch. Per se "besser" ist keines von beiden, also ist plan schleifen hier einfacher und schnell gemacht. Vielleicht ist das Tänzeln dann schon weg.
    Gruß Michael St*****

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  11. #11
    Einsteiger
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    Hey,

    okay das stimmt... dann schleif ich das mal sauber... und mach noch das Ruder fertig und dann kann ich bei der nächsten Fahrt 2 Sachen testen. ;-)
    Danke dir/euch

    Martin

  12. #12
    Heizer Avatar von Shark
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    Moin Martin,

    wie Michael schon schrieb sind rausstehende Kühlwasseraufnahmen auf Gleitflächen ein absolutes NO-GO. Die stören die die Druckverteilung auf der Gleitfläche enorm. Gab bei mir am See schon häufiger den AH-Effekt als ich dieses bemängelt habe und noch gleich vor Ort die Feile angesetzt wurde. Wassereinlässe in Laufflächen gehören möglichst flach eingebaut und bündig verschliefen. Die Einlässe müssen auch nicht einen besonders großen Durchmesser haben. 2mm Innendurchmesser reicht schon.
    Vor kurzem bin ich noch über diese (#15 + #16) Empfehlung für die Wasseraufnahme an Cats vom Schnippi gestoßen …

    Wenn man das Ruder kürzt passieren mehrere Dinge gleichzeitig denen man sich bewusst sein sollte:


    1. geringere Eintauchtiefe und damit Fläche -> weniger Widerstand aber auch weniger Führung / Stabilisierung
    2. geringeres Nickmoment, welches den Bug drückt, durch den geringeren Widerstand unterhalb der Wasserline (des Schwerpunktes) -> der Cat läuft freier und wird empfindlicher gegenüber Störgrößen (Wellen)
    3. Wanderung des Druckpunktes am Ruder nach oben Richtung SP -> der kurveninnere Kufe wird nicht mehr so stark ins Wasser gedrückt und baut nicht mehr den Grip auf für das vernünftige Kurvenfahren. Im schlimmsten Fall stolpert der Cat weil zu viel Last / Grip auf dem äußern Kufe liegt über diese selbst und landet auf dem Dach …


    Letzteres kommt dir sicherlich bekannt vor …

    Das beste Beispiel für einen driftenden Cat das ich kenne ist der Speeder vom Schnippi in diesem Video. Das der so super driftet liegt aus meiner Sicht daran, dass das Ruder (sieht man leider nicht in dem Video, vermute ich aber) verhältnismäßig lang ist und somit gut führt, die Kufen jedoch, da sie sehr flach sind und auch eine großzügige Slipkante außen haben, so gut wie keinen Grip generieren sondern übers Wasser rutschen.
    Rigger ohne TF besonders die für SAW Anwendungen lassen sich auch schön quer fahren

    Das mal so als Denkanstoß ...

    Besten Gruß,
    Patrick
    Geändert von Shark (24.June.2020 um 14:00 Uhr)

  13. #13
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Top erklärt von Patrick, was mir dabei auffällt, ist dass ich auch eher eine Auto-Artige Definition des Driftens im Kopf habe, wo die Fahrt nicht mehr entlang einer definierten Spur stattfindet.

    Sein Beispiel von Schnippies Driftmonster ist halt mehr ein quer fahren - das kenne ich auch vom segeln - wenn wir am F18 oder A-Cat die Schwerter hoch ziehen und den Rümpfen den Grip nehmen. Dann geht ein Boot aber gefühlt gar nicht mehr um die Kurve und fährt quer stehend ziemlich in der Spur der Ruder gerade aus.
    Ein Moment, den meine Frau immer haßt, weil sie die Anleger nicht fahren mag, dafür ist es dann aber auch sie, die im bauchtiefen Wasser rein springen und das Boot halten muss , speziell wenn wir eine gewisse Lenkfähigkeit bis zum Schluss erhalten müssen (Schwerter also nicht ganz hoch können und etwas Tiefgang bleibt.

    Klar, das ist auch eine Art zu driften, nicht aber das Verständnis vom Auto, wo doch eher das Heck weg geht - mit griffigem Ruder und Rumpf ohne Seitenführung schiebt das Gefährt dann eher wie ein Schluck Wasser durch die Kurve. Auch viele Jollensegler werden wissen, was ich meine

    Grüße, Eike

    PS.: Beherrschbarer im Modellboot dürfte tatsächlich der rutschende Rumpf mit griffigem Ruder sein, der Rumpf steht hier aber fest und da ist die Drifter eigentlich schon recht kurvengängig.

  14. #14
    Einsteiger
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    Hey,

    @Patrik: Vielen Dank für deine einleuchtenden umfangreiche Antwort. Die zwei Überstände auf den Kufen sind schon vollkommen plan geschliffen.
    Aber noch interessanter ist der Zweite Teil... ich habe mir noch nie so tiefgründige Gedanken gemacht... hätte ich aber mal machen sollen. Ich mal mit das mal auf... mit den Kräften... :-)
    Aber besonders Punkt 3 verstehe ich so nicht ganz... warum wird mit dem kürzeren Ruder weniger Druck in der Kurve auf die innere Kufe aufgebaut? Kannst du das technisch erklären? ;-)

    Ja das Video vom Speeder ist mir bekannt.. ich hatte selber sogar mal einen. Der driftet auch wunderbar. Ruder sah so aus....
    IMG_3902.jpg

    @Eike: Aber beim Auto geht die Fahrt doch entlang eine Kurve... die Vorderräder zeigen dahin wo man hin fahren will... :-)

    Na ich mach auf alles Fälle mal das längere und breitere Ruder fertig und die Kufen sind ja bereits glatt.
    Wenn das so passt wie ihr es gerade schreibt, dann sollte ich ja genau das bekommen was ich haben will.... mit dem größeren Ruder sollte ich auf der Geraden und bei Wellen mehr Stabilität haben, aber in der Kurve hat das Heck zu viel Stabilität und schiebt den Rumpf quer rum...

    Ich werde berichten! ;-)

    Noch mal vielen Dank
    Gruß Martin

  15. #15
    Heizer Avatar von Shark
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    Will gerne Punkt 3 noch mal deutlicher auszuhühren. Dazu muss man das den Cat etwas genauer betrachten und schauen welche Kräfte / Momente wie wirken.

    Zur besseren Vorstellung schauen wir von hinten auf den Cat und das Ruder ist so gelegt, das er eine Rechtskurve fährt.

    Nun gibt es zwei wesentliche Querkräfte einmal durch das Gewicht des Bootes und durch das Ruder. Die Gewichtskraft (Zentrifugalkraft) wirkt im Schwerpunkt und die Ruderkraft in vereinfacht angenommen auf halber Eintauchtiefe des Ruders. Beide Querkräfte erzeugen ein Moment um die Dreh bzw. Rollachse des Cats. Vereinfacht kann angenommen werden, dass diese Drehachse auf Höhe der Wasserlinie liegt.

    Die
    Gewichtskraft (Zentrifugalkraft) führt jetzt zu einem Moment gegen den Uhrzeigersinn und erhöht den Druck auf die äußere Kufe, so wie beim Auto. Die Ruderkraft generiert ein Moment um die Rollachse im Uhrzeigersinn und somit die Kraft auf die innere Kufe.

    Wenn jetzt das Ruder länger wird, sprich tiefer eintaucht, kommen zwei Effekte zum tragen. Erstens, die Ruderkraft
    wird
    bei gleichem Lenkwinkel zum einen größer aufgrund der größeren Ruderfläche, zum anderen aber auch durch das bessere Streckungsverhältnis (wie bei den Tragflügel einen Flugzeuges). Zweites wandert der Kraftangriffspunkt am Ruder nach unten (halbe eintauchtiefe des Ruders). Somit wird der Hebel für die Ruderkraft und damit das Moment, welches die innere Kufe aufs Wasser drück größer.

    Ich hoffe es ist jetzt verständlicher geworden. Das gute daran, wenn man anderen was erklärt ist, dass man sich selber alles noch mal genau vor Augen führt, so dass ich jetzt eine Idee für die gezieltere Ermittlung der richtigen Ruderlänge habe .

    Gruß,
    Patrick

  16. #16
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    Hey,

    Patrik vielen Dank.. gut erklärt! So verstehe ich das auch! ;-)
    Ich habe inzwischen auch das Testruder fertig... es ist länger und breiter.
    Ich bin gespannt ob es in der Praxis auch so funktioniert und wie weit es eine Bremse ist!
    Ruder Versuch.jpg
    Ich werde berichten...
    Gruß Martin

  17. #17
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    Guten Abend,

    so ich bin gerade den ersten Test gefahren.
    Langes Ruder, 40erK, Kühlung plan geschliffen, Schwerpunkt Mitte zweite Stufe, Staut 2,5mm über Tisch und parallel.
    Bei Teillast habe ich ein Wippen, Vollast geht sehr gut, auch über die eigenen Wellen.
    Driften bzw. leicht quer in die Kurve geht auch, noch nicht ganz wie ich möchte, aber es geht schon recht zügig.. sogar über die eigenen Wellen.

    Zwei Mal habe ich es übertrieben und bin auf dem Dach gelandet.
    Auf alle Fälle ist das lange breite Ruder gefühlt um einiges besser als das kurze schmale.

    Was sagt ihr zu der Fahrlage... wo sollte man noch anpassen?



    Einen schönen Abend
    Martin

  18. #18
    Am Besten testen Avatar von GunnarH
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    Zitat Zitat von martin2day Beitrag anzeigen
    ...

    Was sagt ihr zu der Fahrlage... wo sollte man noch anpassen?
    Hallo Martin,
    als Erstes müsstest du mal die Teichgröße anpassen Für einen Cat mit der Geschwindigkeit ist der arg klein.
    Fahrlage sieht gut aus, sie hoppelt allerdings etwas um die Querachse, aber das kann daran liegen dass du die bei der Pfütze kaum geradeaus laufen lassen kannst und permanent in den eigenen Heckwellen rumfährst.

    Gruß
    Gunnar

  19. #19
    Einsteiger
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    Hallo Gunnar,

    danke für deine Antwort... freut mich eine Meinung zu bekommen... :-)
    Ja ich muss einfach mal einen anderen Standpunkt finden... der Teich ist gut 400m lang.. das sollte schon reichen.
    Du hast vollkommen recht... ich fahre recht oft über die eigenen Bugwellen... aber das ist für mich auch ein guter Indikator wie sie läuft.
    Das letzte mal war sie damit recht instabil... jetzt lag sie schon mal viel besser und die Wellen haben ihr nicht so viel ausgemacht.

    Und sie sollte das auch abkönnen, ich will ja nicht auf Max Speed geradeaus gehen.. sondern eher als Spaßboot.
    Ich werde mal versuchen den Schwerpunkt noch weiter zu legen. Bin aktuell in der Mitte der zweiten Stufe. Eventuell setze ich auch den Strut noch mal etwas tiefer....
    Das sie hinten nicht so druck in den Kurven hat.

    Und ich habe ein Psychocat EVO ersteigert wo ich 1:1 das Setup einbauen kann. Da kann ich beide CAT's direkt vergleichen.

    Wünsche ein schönes Wochenende
    Martin

  20. #20
    Am Besten testen Avatar von GunnarH
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    Ja, für das Fahren über die Heckwellen ist das absolut OK, keine Spur von Unsicherheit.
    Es lässt sich nur nicht sagen ob sie auch hoppelt wenn sie ohne durch Kreuzwellen zu fahren einfach nur geradeaus fährt.

    Gruß
    Gunnar

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