Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Administrator Avatar von Jan-Nicolas
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    Daumen runter Man kan es nicht oft genug sagen ...

    ... kein Boot der Welt ist es wert, hinterher zu schwimmen. Keines!
    Eine Geschichte die mich sehr traurig macht - und leider passiert es immer und immer wieder.

    https://www.spiegel.de/panorama/ludw...2-4492090010cb

    JNR
    The only true freedom is freedom from the hearts desires,
    and the only true happiness this way lies ...

  2. #2
    Drehzahlprinz Avatar von riggerdirk
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    Das sagt sich leicht ... manchmal siegt da doch die Unvernunft. Habe vor vielen Jahren schon mal bei 3 Grad Außentemperatur bei stramm ablandig wehendem Wind mein abtreibendes Boot schwimmend geborgen. Hatte glücklicherweise keine Krämpfe. Es war einfach nur arschkalt. Nach ca. 2 Minuten wird man trotz aktivem Kreislauf schläfrig- habe ich damals selber gemerkt... da muß man dringend zusehen, daß man schleunigst aus dem Wasser kommt. Überlebensspanne bei den Bedingungen reicht maximal dreieinhalb bis 4 Minuten. Danach wird man wegen der extremen Unterkühlung bewußtlos und säuft ab.
    Wer meint, daß man mit Zappeln oder schnellem Schimmen besser Körperwärme produziert, bewirkt das Gegenteil... die immense Kühlwirkung des umgebenden Wassers entzieht dem Körper die benötigte Wärme nur noch schneller.
    Am Ufer hatte ich es nicht mehr geschafft, Schuhe zuzubinden, oder den Reißverschluß zuzuziehen- die Finger waren zu unbeweglich.
    Jacke drüber...Sachen ins Auto... und ab nach Hause , in die warme Badewanne zum Aufwärmen...
    Naja, ist noch mal gutgegangen . Nachahmung wird nicht empfohlen.
    Das war für mich die Initialzündung zum konsequenten Mitnehmen eines Bergeboots.
    Und zu guter Letzt, als alter Sack fahre ich heutzutage eigentlich nicht mehr unter 10 Grad Außentemperatur.

    Gruß Dirk

  3. #3
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    Ich hatte den Artikel auch gelesen.
    Daraufhin mal den See gegoogled.

    Ich sehe da ehrlich gesagt nicht die grobe Unvernunft.
    Gut, ich kenne die genauen Temperaturen da unten jetzt nicht, aber es war nicht eben eiskalt.
    Strömung solllte es da nicht geben.

    Warum er "plötzlich unterging" ist die Frage...


    Ich habe hier auch einen vergleichbaren Baggersee in der Nähe, wo natürlich auch illegal geschwommen wird. Der See ist extrem tief und es gibt natürlich keinen Bademeister Wer von der Oberfläche weg ist wird sofort unsichtbar und wohl auch unauffindbar.
    Herzinfarkt - Pech gehabt.

    Aber wenn im Sommer das Freibad überquillt, die Leute auf einen drauf springen, die kleinen Kinder gelbe Wölkchen machen und Bahnen ziehen unmöglich wird bevorzuge ich den See, muß man halt hinterher zu Hause Duschen
    Ist das jetzt ein großes Risiko? Ich tue mich schwer damit, das einzuschätzen...

    In ein Strömungsgewässer oder in richtig kaltes Wasser zu springen - Ok, das wäre in der Tat irre.

  4. #4
    Titsch-Titsch...
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    Nochmal in aller Deutlichkeit: Kein Boot ist es wert dafür zu sterben! Keine Ausreden, keine Gegenargumente - Punkt!

  5. #5
    Am Besten testen Avatar von GunnarH
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    Zitat Zitat von gargamel Beitrag anzeigen
    Ich hatte den Artikel auch gelesen.
    Daraufhin mal den See gegoogled.

    Ich sehe da ehrlich gesagt nicht die grobe Unvernunft.
    Modellrennboot fahren ohne Bergeboot ist grobe Unvernunft. Es kann immer bei einem Abflug die Verklebung aufereißen so dass das Boot voll läuft, oder auch nur ein undichter Kühlwasserschlauch die Elektronik unter Wasser setzen, die Welle kann sich lösen oder der Prop verloren gehen...
    Gut, ich kenne die genauen Temperaturen da unten jetzt nicht, aber es war nicht eben eiskalt.
    Strömung solllte es da nicht geben.

    Warum er "plötzlich unterging" ist die Frage...
    Er ist untergegangen weil er geschwommen ist und offensichtlich gesundheitliche Probleme bekommen hat oder ein schlechterer Schwimmer war als er dachte, mit einem Paddelboot wäre das nicht passiert.

    Ich habe hier auch einen vergleichbaren Baggersee in der Nähe, wo natürlich auch illegal geschwommen wird. Der See ist extrem tief und es gibt natürlich keinen Bademeister Wer von der Oberfläche weg ist wird sofort unsichtbar und wohl auch unauffindbar.
    Herzinfarkt - Pech gehabt.
    Auch das ist Leichtsinn, aber im Gegensatz zur ungeplanten Modellbootbergung keine Stresssituation wo Warnsignale des Körpers ggf. unterdrückt werden und der Kollaps dann schlagartig eintritt.

    Gruß
    Gunnar

  6. #6
    Steiger Avatar von eric_laermans
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    Modellbergeboot oder... Angelrute und Tennis Ball ... hat bei mir bis jetzt gut funktioniert. Wenn nicht... nicht schwimmen wenn man es sich nicht vertraut.
    Gucken Sie auch mal ruhig hier:

    http://www.youtube.com/user/ELaermans


  7. #7
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Zitat Zitat von gargamel Beitrag anzeigen
    ...
    Aber wenn im Sommer das Freibad überquillt, die Leute auf einen drauf springen, die kleinen Kinder gelbe Wölkchen machen und Bahnen ziehen unmöglich wird bevorzuge ich den See, muß man halt hinterher zu Hause Duschen
    Ist das jetzt ein großes Risiko? Ich tue mich schwer damit, das einzuschätzen...
    ...
    Wir haben hier auch Badeseen ohne DLRG.
    Wichtig ist, dass der See keine Tücken hat, die sieht man aber klassisch nicht.
    Dass dort gebadet wird, ist bekannt, geduldet und wenn Algenblüte es "giftig" macht, wird gesondert "gesperrt", obwohl die juristischen Schilder zum Badeverbot immer stehen.

    Die verschiedenen Badeseen mit Internet-Listung haben jetzt 10-15°C. Für den untrainierten Kreislauf ist das eine Herausforderung.

    Es ist ein massiver Unterschied, ob du im Hochsommer bei pi..warmem Wasser deine Bahnen in einen grundsätzlich harmlosen See verlegst oder ob du untrainiert, aufgerehgt und unvorbereitet hinter einem Modellboot her springst und das Wasser kalt ist.

    Ich habe einige Jahre Segelausbildung gemacht, klassisch startend Mitte April. Jollen können kentern aber an der Uni richtet sich der Unisport klassisch an junge Menschen, dazu wird eine Schwimmweste verpflichtend getragen. Ist früh im Jahr wer gekentert, sind wir mit einem Boot raus, aufrichten des Bootes, ein Ausbilder an Bord, an den Steg segeln und die nassen Schüler direkt unter die Dusche. Wenn das Wetter versprach, dass die Boote der Reihe nach umfallen würden und wir als Ausbilder ggf. auch ins Wasser würden müssen, hatte ich immer einen Neopren unter den Klamotten an. Der hält warm und macht Auftrieb, entlastet beim schwimmen - der Ausbilder kann ja nicht schlagartig weg, nur weil das erste Boot gekentert ist und er mit ins Wasser musste.

    Vorbereitet geht viel - aber aufgeregt und unvorbereitet?

    Den durchschnittlichen Modellbauer würde ich jetzt nicht als "bewussten Wassersportler" bezeichnen. Hätte er Neopren und Weste dabei, hätte er auch ein Retti einpacken können.


    Einen ähnlichen Vorfall hatten wir hier vor einiger Zeit auch am Lappwaldsee.
    Da ist ein 51jähriger Mann ertrunken, der seinem China-Katamaran hinterher geschwommen ist, das war September 2018...

    Das ist es nicht wert.

    Grüße, Eike

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