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  1. #1
    Registrierter User Avatar von Oese
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    Standard Moin moin und Frage zu Unterwasserschiff-Finish

    Moin liebes Forum,

    seit diesem Jahr bin ich wieder bei den Modellbooten gelandet, nachdem ich letztes Jahr einen alten Buggy aus dem letzten Jahrhundert wiederbelebt und mich mit der neuen Technik (Lipo/Brushless/2.4Ghz) befasst habe. Wahnsinn aus damaliger Zeit, aber inzwischen habe ich mich dran gewöhnt

    Mein erstes Boot ist noch Original von Anfang der Neunziger, damit gings los:

    1. Graupner Mambo, ABS Rumpf mit Trimmklappen, früher 600er Bürste, jetzt mit Original "Hydrospeed"-Wellenanlage erst mit 4000 kV an 2s, im Moment, nach 3s-Eskapaden mit K31 (siehe Profilbild) jetzt mit nem übriggebliebenen, sanfteren 13,5T-Motor (etwa 2800-3000 kV) aus dem Carbereich und K33 als Spaßboot für meine Tochter und als Bergungs-/Rettungsboot genutzt.

    Mein zweites Boot habe ich gebraucht von einem Freund, der auch viel Modellbau macht, übernommen. Es ist ein "Snap EP720"-GfK-Rumpf von Dragon Hobby, den sicherlich auch einige kennen. Inzwischen fahre ich folgendes Setup:

    SSS 2970 3200 kV
    7075 Alu Prop 38 mm Steigung 1,4
    Hobbywing Seaking 120 A
    4s mit 2x2s Intellect 4200 LiHV Shorties

    Das Boot macht viel Spaß und auch schon eine Menge mit. An 3s mit 36er CNC Aluprop und SLS Xtron 40C 5000 mAh habe ich letzte Woche (bei der bisher ersten und einzigen Messung) 59 km/h gemessen, an 4s mit dem 36er waren es mit zwei brainergy 45C 5200 mAh (mit dem Schwerpunkt noch etwas zu weit vorne) immerhin 68 km/h. Inzwischen ist es mit dem 38er Prop und besserer Gewichtsverteilung noch eine Ecke schneller (werde ich noch updaten).

    Vor zwei Wochen habe ich mit dem Schleifen und Spachteln des Unterwasserschiffs begonnen, was eine Menge fürs Fahrverhalten und vor allem Fahrstabilität gebracht hat. Inzwischen bin ich ziemlich zufrieden, allerdings bei einigen Stellen bis auf das GfK und an einer Stelle bis auf das Gewebe runter (siehe Bild(er), der Innenaufbau ist noch vom Experimentieren mit Akkus und der Gewichtsverteilung geprägt), was ich dann zunächst mit Gelcoat-Spachtel wieder etwas gebunden habe. Über das Verstärken mit Aramid-Gewebe denke ich nach (habe auch schon alles hier), wollte den Restsommer aber erst noch fahren.

    Nun wollte ich den Rumpf eigentlich mit einer Schicht Gelcoat versehen und dann noch einmal glattschleifen, allerdings lese ich, dass das Gelcoat schwierig aufzubringen ist. Da ich keine Pistole habe und auch nicht anschaffen wollte wäre ich auf Pinsel und/oder Rolle angewiesen, was offenbar nicht so gut funktioniert. Das Boot hat mehrere kleine Stufen, offenbar zur Verminderung der Reibung durch das Einbringen von Luft, die ich dann vermutlich ebenfalls nachschleifen oder ganz verspachteln müsste.

    Nächste Idee war, einfach zwei bis drei Schichten Epoxy aufzutragen und dann noch einmal überzuschleifen. Das trägt nicht so auf und sollte den Rumpf auch gut versiegeln. Allerdings hätte ich dann noch Gelcoat unter dem Epoxy - ob das für die Integrität der Schicht förderlich ist weiß ich nicht. Das beste wäre vermutlich dünner Gelcoat, wie man ihn auch spritzen könnte. Oder ein Lack? Was würdet Ihr machen?

    Ersteinmal vielen Dank und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel, war heute schon wieder schwimmen da ich zu nah am Ufer in die Botanik geraten bin, der Spätsommer hat auch Tücken

    LG Oli
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    Geändert von Oese (1.September.2019 um 19:21 Uhr)

  2. #2
    Titsch-Titsch... Avatar von Volly
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    Hallo Oli,
    wieso willst Du irgendwas auftragen?
    So sehen geschliffene Rumpfböden nun mal aus..
    Wenn das Boot gut läuft und noch dicht ist würde ich es einfach lassen.
    Gruß Volker

  3. #3
    Registrierter User Avatar von Oese
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    Moin Volker,

    vielen Dank, das war quasi die Frage im Hintergrund, ob man es auch so lassen kann. Für wasserliegende Yachten habe ich gelesen dass es es zu Schäden führen kann, aber nicht wenn das Boot meist trockenliegt.

    Dann weiß ich Bescheid, die Optik stört mich nicht, sieht man beim Fahren ja nicht

    Viele Grüße!
    Oli
    Geändert von Oese (27.August.2019 um 09:56 Uhr)

  4. #4
    Titsch-Titsch...
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    Hallo,
    wenn das Boot läuft - lass es so! Never touch a running Sstem! Was soll das Geschmiere am Rumpfboden bringen?
    war heute schon wieder schwimmen da ich zu nah am Ufer in die Botanik geraten bin
    Sowas ist dumm und leichtsinnig! Frag mal Google, wieviele Leute schon beim Bergen ihres Bootes ertrunken sind.....
    Besser ein "Rettungsboot "mitnehmen, mit dem man den Havaristen ans Ufer befördern kann.

  5. #5
    FortgeschrittenerAnfänger Avatar von Math7
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    Zitat Zitat von Genesis1983 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    wenn das Boot läuft - lass es so! Never touch a running Sstem! Was soll das Geschmiere am Rumpfboden bringen?

    Sowas ist dumm und leichtsinnig! Frag mal Google, wieviele Leute schon beim Bergen ihres Bootes ertrunken sind.....
    Besser ein "Rettungsboot "mitnehmen, mit dem man den Havaristen ans Ufer befördern kann.
    Kommt aber auch ganz drauf an wo man fährt bzw wo das Schiffchen liegen geblieben ist! Und er Elbe und im Rhein würde ich eher weniger schwimmen gehen (um nicht zu sagen auif keinen fall) aber in einem Badesee je nach Distanz einfach mit ner Lufti oder wenn man da nur kurze strecken hat auch gerne schwimmen. Mache ich immer so.
    LG Benedikt
    Stirbt ein Fisch an einem halben Carbonprop im Fleisch?

    https://www.thingiverse.com/Nutellanashorn/designs

  6. #6
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Einfach lassen - wasserliegende Boote sind was ganz anderes, die brauchen den Osmoseschutz auch von innen und von außen Antifouling.

    Selbst beim manntragenden Katamaran halte ich den Ball bezüglich Reparaturen flach, auch draußen stehen ist nicht wirklich das Problem, so lange das Boot durchlüftet wird. Unser Boot ist halt kein Wasserlieger sondern nur mal 2 Wochen im Urlaub dabei o.ä. , dann aber auch stundenlang pro Tag auf dem Wasser.
    Für Materialeffekte am GfK völlig harmlos.

    Tja, das Bergen von Booten - zum hinterher schwimmen raten kann man jedenfalls nicht:
    https://www.kreiszeitung.de/lokales/...-10272149.html
    Ein trainierter Schwimmer kann sich einschätzen, ich als Segler vertrete aber die Meinung, dass der Mensch nicht zum schwimmen gemacht wurde und es dafür Boote gibt. Ich gehe zwar auch mal im Kilometerabstand zum Ufer baden - wenn man es übertreibt und der Katamaran kentert - das gehöt zum schnell segeln dazu. Dazu tragen wir aber auch Westen, Neoprenanzüge, ... das macht Auftrieb und hält warm. Dann wird das Boot wieder aufgerichtet und weiter geht es. Grundsätzlich wird aber auch dort vom schwimmen nenneswerter Distanzen rigoros abgeraten!

    Ich weiß, dass ich meinen Modellen eher nicht hinterher schwimme. Alleine so Themen wie Messerklinge als Ruderblatt, ... können da schnell blöde Nebeneffekte erzeugen und mit Modellboot zurück zu schwimmen, ist nicht unbedingt ein Träumchen

    VG, Eike

  7. #7
    FortgeschrittenerAnfänger Avatar von Math7
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    Zitat Zitat von plinse Beitrag anzeigen






    Ich weiß, dass ich meinen Modellen eher nicht hinterher schwimme. Alleine so Themen wie Messerklinge als Ruderblatt, ... können da schnell blöde Nebeneffekte erzeugen und mit Modellboot zurück zu schwimmen, ist nicht unbedingt ein Träumchen

    VG, Eike
    Ok, mit Messerklinge würde ich auch nicht schwimmen, habe bis jetzt nur Standard Keilruder, total stumpf und 3D Drucker Ruder, noch stumpfer...
    LG Benedikt
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  8. #8
    Titsch-Titsch...
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    Ok, mit Messerklinge würde ich auch nicht schwimmen
    Nicht nur das Ruder birgt Gefahren, stelle Dir vor, ein Motor läuft aus welchen Gründen auch immer plötzlich an.....aus schmerzhafter Erfahrung weiß ich, dass 47er Octuras ziemlich hässliche Narben machen!
    Nicht umsonst nennt man eine bestimmte Propellerform "Cleaver" = Hackmesser!

  9. #9
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Dazu ist der Mensch im Wasser ziemlich ineffizient, seine Kraft einsetzen zu können und deshalb schon zum Großteil mit sich selbst beschäftigt... nur weil er schwimmen muss.

  10. #10
    Registrierter User Avatar von Oese
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    Insbesondere wenn Schlingpflanzen das Vorwärtskommen stark einschränken. Da muss man sich schon autosuggestiv sagen dass man nicht auf hoher See oder in der Elbe ist, sondern an einem vergleichsweise flachen See und keine 50 m zum Ufer. Ist ansonsten schon sehr unangenehm.

    Anbei noch mal ein erstes Fahrvideo, mit zu schweren Akkus zu weit hinten / Strut dafür -4° und damit noch etwas wackelig. Teich ist natürlich auch viel zu klein

    Geändert von Oese (28.August.2019 um 23:05 Uhr)

  11. #11
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    Moin nochmal, habe gestern noch einmal gespachtelt und die hinteren Flächen komplett eben hergestellt. Da waren vorher noch leichte konkave Vertiefungen links wie rechts.

    Mit Ruder ganz gerade (hatte vorher gegen den Propwalk etwas nach links gegengetrimmt, minimal) hört das Schaukeln auf, durch die jetzt nicht mehr konkaven Flächen kommt das Boot hinten extrem raus und hat fast keinen Kontakt mehr zum Wasser. Speedmäßig vielleicht nicht schlecht, aber lenken kann man dann nicht mehr.

    Wenn ich jetzt einen nicht ganz so hoch drehenden Motor nehme aber vielleicht einen größeren Prop habe ich ähnlichen Lift und Propwalk, oder?

    Wie sieht es mit Steigung vs. Durchmesser bezüglich Lift und Propwalk aus? Was ist da unproblematischer und kann eher mit einem kleinen Rumpf gefahren werden?

    Ich werde erstmal das Timing zurücknehmen um etwas zahmer unterwegs sein zu können.

    Bin für Tipps dankbar!

    LG Oli

  12. #12
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    Habe bei Euch gelesen, dass der Strut ggf. auch leicht positiv gestellt werden kann, werde ich auch nochmal probieren..

    LG!

  13. #13
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    Update: Habs jetzt schonmal gut fahrbar hinbekommen mit 2800 kV an 4s und 38 mm Prop, immerhin 75 kmh
    20190901_153503.jpg
    Geändert von Oese (1.September.2019 um 18:22 Uhr)

  14. #14
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    Mhm, kann das sein? Ich habe heute einen 40er Prop neu bekommen, Propwalk und Lift scheint deutlich weniger als beim 38er, der allerdings mal das Ruder geküsst und die Blattspitzen verbogen hatte. Das hatte ich gerichtet, allerdings nicht ganz wie neu. Kann das den Unterschied ausmachen? Ich war mit dem Schwerpunkt und einer weiteren herausgeschliffenen Delle zwar nochmal deutlich bei der Stabilität weiter gekommen, aber mit dem neuen Prop fährt die Snap wieder straight geradeaus und deutlich ruhiger. Interessant...

    Das ist der alte Prop. Scheint doch ok? Man sieht an den Blattspitzen ganz leicht die Unregelmäßigkeiten

    20190904_194554.jpg
    Geändert von Oese (4.September.2019 um 19:49 Uhr)

  15. #15
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    So, der 3200 kv-Motor ist wieder drin, hat deutlich mehr Schmackes und läuft auch mit dem 40er Prop noch recht kühl. So langsam wird es. Konnte heute bei ordentlich Wind auf nem schönen Baggersee fahren - aber nur 3/4 Gas

    Nächste Baustelle ist die Servohalterung, die reißt immer aus der Verklebung und führt zu starker Instabilität bis zum Überschlag, alleine heute 3 mal mit Sekundenkleber geflickt...


  16. #16
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    So, nochmal ein kleines Update: 2800 kV funktioniert auch mit 44 mm Prop super, knapp 80 km/h und nicht so unruhig wie mit 3200 kV. Auch wenn der Sound (durch das geringere Drehmoment) nicht so satt ist.

    Ich merke deutlich die Unterschiede bei Props mit mehr Lift-das Boot wird unruhig und liegt hinten nicht mehr ausreichend im Wasser.

    Über Schrägstellen des Powertrimms konnte ich das Drehmoment gut kompensieren und habe jetzt einen guten Geradeauslauf. Probieren könnte ich noch einen noch weiter vorne liegenden Schwerpunkt und Gewicht mehr in der Mitte.

    In jedem Fall macht es sehr viel Spaß!

    Einen schönen Herbst wünsche ich!

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