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  1. #1
    Heizer Avatar von Shark
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    Standard Design und Urmodellbau mit DELFTship und 3D Druck

    Hallo Raceboatgemeinde,

    da es in dieser Rubrik und von meiner Seite ehr ruhig geworden ist dachte ich mir ich stelle mal die Methode vor wie ich in letzter Zeit Teile meiner Modelle designt und die Urmodelle für den Formenbau hergestellt habe.

    Als Beispiel habe ich hier mal den Mittelrumpf für meinen neuen Mini Rigger. Auf ähnliche Weise sind so auch schon Decks als auch ein Rumpf für die RG65 Segelbootklasse entstanden.

    Die Geometrie ist mit Hilfe der Software DELFTship entstanden, welches zum Entwerfen von Schiffsrümpfen gedacht ist. Davon kann man eine Basisversion, welche ich benutze, free herunterladen. Mit Hilfe von Knotenpunkten lassen sich so beliebige Freiformflächen und 3D Körper erzeugen. Das schöne dabei ist man kann auch gleich das Volumen, Verdängungsschwerpunkt und benetzte Oberflächen berechnen lassen.

    Wenn der Körper soweit fertig ist dann kann man ihn als STL-Datei exportieren, welche man benötigt um es 3D drucken zu können. Ich selbst habe keinen 3D-Drucker aber Bekannte die einen haben und dieses freundlicherweise übernommen haben. Da die Geometrie meist größer ist als das was der Drucker kann werden entsprechen Teilstücke gedruckt und danach zusammen gefügt. Für den Rigger Rumpf waren es zwei Teile gedruckt aus PLA, welche sich sehr gut mit Sekundenkleber verbinden lassen.

    Die Oberfläche ist natürlich zum Abformen nicht der Hit durch den schichtweisen Lagenaufbau beim 3D drucken. Um ein entsprechendes Finish herzustellen hat sich bei mir folgende Methode bewährt:


    • einmal mit groben Schleifpapier überschleifen
    • dann einmal spachteln und wieder überschleifen
    • danach kommen 2 Lagen 50er Glas drauf um eine ausreichend feste Oberfläche zu bekommen, den je nach Temperaturwechsel können sonst die Nahtstellen wieder sichtbar werden.
    • abschließend wird solange Spritzspachtel aufgetragen und mit immer feiner werdender Körnung geschliffen bis das gewünschte Oberflächenfinish erreicht ist.


    Danach kann man ganz normal die Form bauen …

    Anbei ein paar Bilder zur Illustration.

    Besten Gruß,
    Patrick
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  2. #2
    Heizer Avatar von Shark
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  3. #3
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    Hallo Patrick

    Das sieht sehr interessant aus! Ich habe seit kurzem einen 3D Drucker und mir auch schon Gedanken gemacht, was man für Teile für Boote herstellen könnte. Zb Schwimmer für einen Minirigger wären von der Grösse her gut machbar, oder ggf. Ruderanlagen oder Struts. Allerdings habe ich mich noch nicht mit den entsprechenden Filamenten beschäftigt, die für so etwas geeignet wären.

    Grüsse
    Nico

  4. #4
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    Hallo,

    falls du planst etwas zu Drucken, bietet sich immer die vorgehensweise von Patrick an. Da du für ein glattes Unterschiff eh schleifen und spachteln müssen wirst. Als Material ist bei einer glatteren Form (Ohne viel scharfen Kanten und Stufen) ABS zu empfehlen, was du dann mit Aceton schon mal vorglätten könntest. PLA oder Nylon musst du aber immer lackieren, da die Wasser nicht allzu gut vertragen auf dauer.
    Wenn du das Modell teilst würde ich mehr eine Nut am Rand ein bauen anstatt die Teile auf Stoß zu verkleben.
    beste Grüße

    Jens

  5. #5
    Steiger Avatar von eric_laermans
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    Sehr schön, Patrick!
    Gucken Sie auch mal ruhig hier:

    http://www.youtube.com/user/ELaermans


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