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  1. #1
    Amperejunky Avatar von kelasuf
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    Frage Vergrößerung eines Deckels, den es nicht mehr gibt. Wie?

    Moinsen!

    Ich weiß nicht genau wo ich mit diesem Thema hin muss...
    Es geht um folgendes: ich benötige einen Deckel für ein Boot. Eine Anfrage beim Hersteller ergab, das es die Form leider nicht mehr gibt, also was tun?
    Meine Idee ist einen Deckel eines anderen Herstellers des gleichen Bootes zu nehmen. Dieser ist jedoch maßstäblich zu klein (das Originalboot ist 1,60m und das des anderen Herstellers 1,10m lang) ergo stimmen die Dimensionen nicht...

    Hat jemand eine Idee, wie sich das Cockpit bzw. des Deckels 'passend' bekommen kann? Selbst schnitzen, 3D-Druck? Was für Möglichkeiten gibt es?

    Ich bin für jede Anregung dankbar!


    Gruß tHoRsTeN
    Anatidaephobie ist die Angst, von einer Ente beobachtet zu werden

  2. #2
    Heizer Avatar von Toni91
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    Hi,
    Die Antworten hast dir schon fast selbst gegeben auf deine Frage, vill einen Aufruf starten ob noch wer nen passenden Deckel hätte

    Wenn Daten zu einer Haube existieren könnte ich sehen was ich machen kann

    Den 3D Druck könntest dann füllern und eine Form von machen

    Lg Thomas

  3. #3
    york.bplaced.net Avatar von y.o.r.k
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    ich würde einen Deckel aus XPS schnitzen (positiv) und den dann im Lostformverfahren laminieren.

  4. #4
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Im professionellen Bereich kann man einen Deckel in klein scannen und im CAD dann skalieren. Wenn du aber zu solchem Profigerät keinen Zugang über Beziehungen hast, handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, wenn der Zugang bestünde, wärst du wohl auch selbst drauf gekommen. Alles mit skalierten Daten hat das Problem der Datenquelle und dann muss beim anderen Hersteller nur der Decksausschnitt anders aussehen und schon kannst du es auch nicht 1:1 nutzen und musst nachkarten.

    Ich würde anhand von Bildern in Hartschaum etwas schnitzen, was ähnlich ausschaut und eben dies anpassen an deinen Rumpf. Dann kannst du dir überlegen, ob du das dick überlaminierst, füllerst und später den Kern raus löst - das wäre das angesprochene "Lost Form".
    Oder du formst es ab und baust einen neuen Deckel aus einer Negativform, wird etwas schöner, macht aber auch mehr Aufwand. Vorteil wäre, dass du das Urmodell 1:1 in den Rumpf einsetzen und anpassen könntest und das spätere Bauteil hat genau die Maße - nicht eine Materialstärke mehr und beim Bau im Positiv stückelt man sich das Gewebe eher mal zusammen. In einer Negativform ist es einfacher, auf verfüllte Ecken und Kanten mechanisch belastbar zusammenhängende Gewebelagen zu bringen.

    Das ist also eine Frage des Anspruches an das Teil.

    Grüße, Eike

  5. #5
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    Hallo,
    Wenn du alte Bilder vom Deckel hast könnte man auch eine 3d-Datei erstellen und diese dann Drucken. Dann hast du ne Positivform die du abformen kannst.
    Könntest auch im Forum fragen falls jemand das Boot noch hat, ob du den Deckel abformen kannst.
    beste Grüße

    Jens

  6. #6
    Amperejunky Avatar von kelasuf
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    Moinsen!

    Alles in allem ein -für mich- doch recht großer Aufwand in einem Bereich, mit dem ich mich bisher noch nicht auskenne.
    Dann muss ich wohl einmal in den sauren Apfel beißen und mich mit CAD und der Erstellung von 3D-Modellen eingehend beschäftigen...

    Eine Frage bleibt mir dann aber noch. Wie steht es um die Haltbarkeit von mit dem 3D-Drucker erstellten Gegenständen? Da es kein Boot zum skrupellosen Geballer ist, schwebt mir vor den Rumpfausschnitt mit einer Platte zu verschließen, auf den ein (mehrteilig?) gedruckter Aufbau befestigt ist...

    Gruß tHoRsTeN
    Anatidaephobie ist die Angst, von einer Ente beobachtet zu werden

  7. #7
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Gute gedruckte Strukturen können schon ein bisschen was ab.
    Wenn der Rumpf per Platte verschlossen wird, muss das ja auch erst mal halten.

  8. #8
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    Haltbarkeit von 3D-Objekten ist abhänig vom verwendeten Material, der Objektdicke und vor allem der Art der verklebung der einzelnen Element. Ein aus einem Stückgedruckter Deckel würde wahrscheinlich schon mehere Abflüge Überstehen.
    Aber GFK oder andere Laminate halten die Belastungen länger aus.
    Wenn du eine Platte nutzen willst würde ich mir vorher überlegen aus welchem Material du das machen willst. Da auf Plastik Epoxid nur schlecht hält. Plexiglas würde ich wahrscheinlich wählen, lässt sich gut mit Druckobjekten aus ABS oder PLA oder PTFE verkleben.
    beste Grüße

    Jens

  9. #9
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    Hallo

    um welches Modell geht es denn?

    vielleicht hat ja jemand was passendes

  10. #10
    Amperejunky Avatar von kelasuf
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    Tagchen!

    Es geht um eine 'Fiat Uno' von H&M mit 1,60m Rumpflänge. Das Boot ist im Original -vereinfacht gesagt- eine Entwicklungsstufe zur 'La Gran Argentina'. Aufgrund dessen wurden von H&M auch beide Boote, auf der gleichen (Rumpf-) Grundlage verkauft; Unterscheidungsmerkmal war halt die Deckelgestaltung und die 'Flügel' an den Seiten und im Bugbereich. Die Misere: die 'La Gran Argentina' wird noch vertrieben, die 'Fiat Uno' nicht. Noch schlimmer, die Form des Deckels existiert nicht mehr :-(
    So viel zur Erklärung. Ich suche schon seit vielen Jahren in diversen Foren nach genau diesem Boot, da es von den Dimensionen doch schon recht scalig gestaltet ist, jedoch ohne Erfolg...

    Gruß tHoRsTeN
    Anatidaephobie ist die Angst, von einer Ente beobachtet zu werden

  11. #11
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Naja, die Herausforderung dürfte sein, zum einen so ein Boot überhaupt zu finden und dann auch noch in einem Zustand, dass keine Einwände bestehen, die Haube abzuformen.
    Ist das Boot schick lackiert, wird wohl keiner einem abformen, geschweige denn dem Feinschliff und dem aufpolieren zustimmen ;-) und ein Finish mit Aufklebern und Klarlack will man auch nicht abformen, mit dem Risiko, dass der Lack dann nicht hält...

    Ich denke, ob es 3D Druck oder Handarbeit ist, ist fast egal. Wenn man ein Urmodell so feingeschliffen und aufpoliert hat, dass es einem im Positiv gebaut gefällt, kann man es auch abformen und ein haltbares Teil bauen. Die meiste Arbeit liegt im Urmodell.

    Im 3D-Druck etwas zu erzeugen kann gut und gerne klappen und schneller zu einem symmetrischen Aufbau führen als Handarbeit ;-) ... aber das einpassen in den bestehenden Rumpf wird schwierig.
    Wenn das dann gefüllert und gefinished ist, ist eine Form schnell gebaut, Haubenformen haben klassisch eine sehr einfache Trennebene und sind meist einteilig. Den Schritt würde ich durchaus noch gehen, wenn ich schon ein schönes Positiv gebaut hätte.

    Vorteil eines händisch gebauten Positivs: Du kannst beispielsweise Pappspanten zum abnehmen von Maßen direkt verwenden und einen Deckel im Positiv am Rumpf einpassen/einschleifen, ohne dass es Überraschungen CAD vs. Realität gibt. Wurde beim Positiv "gepfuscht", kannst du es halt nur ein mal abformen, dann hat es seine Schuldigkeit aber auch getan und die laminierten Deckel haben volle Festigkeit.
    Wenn der Deckel 3D geformt ist, kann eine am Rumpf abgenommene Deckskontur mit Kanzeln aus dem 3D Druck ein guter Kompromiss sein, die Handarbeit in Grenzen zu halten und den Deckel trotzdem gescheit ohne Stufen in den Rumpf einzupassen.

    Hier sieht man mal einen super Urmodellbau ganz ohne CAD und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Heiko da ein klasse Modell "geschnitzt hat". Einfach nur als beispielhaftes Vorgehen.
    http://www.rc-silverboats.de/Bauberi...Budweiser.html

    Oder hier ein Urmodell/Formenbau von einem Modellflieger meinerseits:
    http://www.speed-mania.de/hangloschi.html
    ... mehr mit dem Fokus auf dem Formenbau, bei den ersten Bildern vom Urmodell war das gröbste schon durch...

    Grüße, Eike

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