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  1. #21
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Du bekommst jedes Mono zum abfliegen. Bei meinen beiden Monos, die ich aktuell fahre, habe ich aktuell die Propeller drauf, so dass die Boote gut gehen und ich gelegentlich mal Gas lupfen muss, reize ich es weiter aus, werden die Boote öfter instabil.

    Nehmen wir meine alte Hopf Sigma evo - maximal habe ich mal 88km/h gemessen - ordentlich für das kleine, alte Ding, mit einem Setup auf 76km/h macht das Boot aber mehr Spaß und der Motor, der die 88km/h gebracht hat, steckt jetzt mit einem zweiten zusammen in einem kleinen Katamaran und bringt dort 130km/h
    Für beide Komponenten ist es besser - das Mono hat jetzt ein angemessenes Setup mit nicht ganz so viel Drehzahl und einem ausreichend großen Propeller, um auch anständig zu beschleunigen und im Katamaran läuft der andere Antrieb nicht dauernd auf Teillast, was eher früher als später den Stellern hinüber helfen würde.

    Ein SAW-Setup ist von Natur aus grenzwertig und nichts für den Tümpel aus deinem Video - da kannst du SAW-Setups der Mini-Klassen fahren, nicht aber mit einem Boot der Größe. Da fehlt der Platz, den Speed langsam, kontrolliert aufzubauen, dann zu halten und wieder abzubauen. Außerdem kannst du deinen eigenen Wellen nicht mehr ausweichen - für grenzwertige ü100-Setups müsstest du den Platz haben oder nach einer Bahn warten.

    Ich würde nicht viel umbauen, eher Zellen raus nehmen und das Boot erst mal fahren. Die Lizzard ist deutlich größer als mein kleines Hopf-Mono, ein paar mehr km/h bekommst du sicher stabil hin, für ü100 brauchst du aber Glattwasser und Platz. Da ist nur noch so wenig Rumpf im Wasser, dass das Boot sich quasi nicht mehr stabilisieren kann, also darf man es nicht "stören".
    Guck Dir mal die Videos der letzten Jahre SAW an, da siehst du auch einige Boote fliegen. Das macht dann auch die Herausforderung gegenüber dem GPS-Lucky Shot aus, mit einer hohen Abflugswahrscheinlichkeit trotzdem beide Messungen einzufahren für die Mittelwertbildung, nur ein Messwert bringt halt keine Wertung. Was meist neben den Top Speeds unerwähnt bleibt - um die fahren zu können, wird auch auf das passende Glattwasser gewartet. Da wird ggf. eine Bahn hin gelegt, gewartet bis die Wellen weg sind und erst dann die nächste Bahn gefahren. For fun etwas rum heizen, ist was anderes.

    Für deinen Tümpel ist ein Setup mit weniger Drehzahl und größerem Prop auf jeden Fall vorteilhaft - dann hast du eine gute Beschleunigung, was nutzt ein Topspeed, der für dich eh nicht fahrbar ist.

    Grüße, Eike

  2. #22
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    Einen Dreiblättrigen Prop habe ich schon probiert, der hat nicht geholfen. Dass man einfach mit weniger Zellen fahren kann ist mir klar, aber langsamer fahren als der Antrieb könnte ist ja auch keine Lösung. �� Das Aufschaukeln stört mich ja nicht nur aus ästhetischen Gründen, es verhindert dass ich den Antrieb ausreizen kann. Ok, Trimmklappen kommen wohl als nächstes, das mit dem längeren Ruderblatt merke ich mir auch. Ansonsten, läuft das Boot so ok? Habe wirklich gar keine Erfahrung, wie das aussehen sollte.
    Das ist nicht mein Stammtümpel, bin gerade bei den Schwiegereltern und da muss ich nehmen was da ist. Da wo ich sonst fahre ist genügend Platz.
    Gruß Nicolas
    Geändert von Hubschraubär (26.August.2018 um 09:43 Uhr)

  3. #23
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Hallo
    Ich gebe auch mal meinen Senf dazu.
    So wie die Lizzi in dem Video schaukelt und es auch aussieht läuft sie auf der " Letzten Rille "
    Der Rumpf hat wenig bis gar kein Kontakt zum Wasser.
    Was soll da führen Ausser das Ruder und der Prob.
    Natürlich ist das sehr Stromsparend da wenig Rumpf im Wasser.


    Ich gehe mal von einem Scharfen U-Schiff aus und Dellen / Beulen sind Weg und in Laufrichtung geschliffen.
    Wenn das der Fall ist würde ich den Schwerpunkt bei 21-24cm einpendeln und das Fahrverhalten beobachten.
    Schwerpunkt zu weit Vorne liegt die Nase im Wasser und das Boot läuft zu Nass.
    Wie schon geschrieben soll der Rumpf nach einer Welle fast gerade wieder aufs Wasser Treffen.
    Ich gehe lieber 1cm mit dem Schwerpunkt zurück dann setzt der Rumpf ca 1/3 mit dem dem Heck auf.
    Und mit den Strut würde ich ggf in 0,5er schritten nach unten stellen das Drückt die Nase ins Wasser.
    Immer Temperaturen und Strom im Auge behalten und " Testen Testen Testen "
    Und bei 2140KV würde ich dir Raten mit maximal 5S zu fahren.
    Lieber einen Größeren Prop zum besseren Beschleunigen bei dem kleinen Wasser.

    ABER immer nur 1 Verändern sonst suchst du dir den Wolf wenn die Änderung in die falsche Richtung geht.

    Gruß Markus
    Ich habe keine Lösung,aber ich bewundere das Problem !

  4. #24
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Zitat Zitat von Hubschraubär Beitrag anzeigen
    ...
    Sonst bin ich Modellflieger, spiele gerne vor allem mit schnellen Elektrofliegern in F5D und F5B sowie mit Impellern.
    ...
    Das Setup besteht aus einem 4092 Motor mit laut Vorbesitzer 2150 U/min/V, Turnigy 180 und 5s 5000 bzw. 6s 5000. Die Antriebsteile weiß ich nicht zu benennen, so sieht das Heck jedenfalls aus:
    ...
    Ich habe gelesen, dass man bei diesem Boot eher Motoren um 1600 U/min an 6s fährt. Ich hatte keinen Drehzahlsensor am Unilog bei der ersten Ausfahrt. An 5s ergab sich ein maximaler Strom von 135A mit einem Octura X445. Allerdings hat der nur 43,5mm Durchmesser, ich dachte das sollten 45 sein? Der Dreiblattprop auf dem Foto mit knapp 40mm Durchmesser hat sich als ziemliches Stromklo erwiesen, da flossen an 5s 170A und an 6s 210A, wobei mir das Boot nicht schneller zu sein schien.
    ...
    Der Vorbesitzer sagt allerdings, der SP sei mit Absicht so weit vorne damit man über 100km/h fahren kann. Macht das Sinn?
    ...
    Moin Nicolas,

    was du gelesen hast, macht durchaus Sinn und dann nimm noch dein F5D/F5B-KnowHow dazu, dann weißt du auch, was bei ausgiebigem Teillastgegurke mit dem Antrieb passiert, zumindest wenn es ein scharfer Antrieb am Limit ist.

    SAW-Setups musst du wie F5B betrachten, damit fliegst du auch keine Halbgas-Platzrunden, nur dass beim Boot der Kontrollverlust über zu viel Power dazu kommt. Ziel ist es, gute Bedingungen zu erwischen und einzelne, schnelle Bahnen zu fahren. Für Alltagseinsatz nimmt man da Power raus oder ein anderes Boot/Setup, sonst brennst du früher oder später was ab. Einen F5B nimmst du auch nicht als fiktive Schleppmaschine, da ist Gas nach 3-5 Sekunden wieder aus und Teillast wird vermieden, sonst gibt es eher früher als später die Rauchwolke...

    Beim Flieger verliert eher der Pilot den Überblick, also die Kontrolle, bei Booten am Limit beendet eher der Abflug die Fahrt und einmotorige Monos mit rechtslaufenden Propellern (Standard) fahren Linkskurven eh bescheiden. Damit ist ein Großteil deines Videos ohne Aussage und danach holzt du durch deine Wellen durch.
    Dreh lieber noch mal zu Hause ein Video auf dem Gewässer mit mehr Platz - Rechtskurven und nicht nur durch die eigenen Wellen fahren.
    Ob sie im Video hinten in der Rechtskurve stabiler lag weil es eine Rechtskurve war oder weil du langsamer gefahren bist, kann ich nicht beurteilen.
    Der Fahrstil hat jedenfalls noch massig Potenzial, sich Richtung einmotorigem Mono zu verbessern , dann lässt sich vielleicht auch eine Aussage treffen.

    @Markus: Du schreibst ja selbst, dass sie sehr frei läuft - was soll da der SP weiter zurück?
    Geändert von plinse (26.August.2018 um 12:25 Uhr)

  5. #25
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Vll falsch ausgerückt. Wenn das boot stabil und gut läuft. Und
    Dann kann der SP etwas zurück wenn man es mag.
    Gruß Markus
    Ich habe keine Lösung,aber ich bewundere das Problem !

  6. #26
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Zitat Zitat von Hubschraubär Beitrag anzeigen
    ... Am Schluss fährt es nur noch auf den letzten paar cm. Wäre es nicht sinnvoll, wenn die inneren Stringer bis ganz zum Heck gehen würden? Ich könnte mir vorstellen, dass darauf ein kontrollierteres Gleiten möglich wäre. Oder welche Modifikation würde sich sonst anbieten, vielleicht den Strut etwas nach unten verstellen?

    Gruß Nicolas
    Anhang 95386
    Um auf diese Frage bzw. dieses Thema einzugehen:

    Ein Monorumpf - auch ein ungestufter - muss mit einem bestimmten Anstellwinkel laufen. Das bedeutet, dass vorne Teile trocken sind, hinten ein Rest des Rumpfs durch das Wasser gezogen wird. Daher diese Geometrie der Stringer oder Sprayrails (gute SuFu-Stichworte, nebenbei bemerkt ...). Wenn überhaupt, könnte man das äußere Paar nach hinten durchlaufen lassen, aber das wird das Problem nicht lösen und sehr wahrscheinlich die Kurven verschlechtern.

    Was den Strut angeht, wurde die Wirkung der Winkelverstellung schon erklärt. Leider können so gut wie keine Mono-Antriebe unabhängig in der Höhe und Neigung verstellt werden, denn die (rein parallelverschobene) Höhe hat auch einen Einfluss: Das Heck, das, wie geschrieben, durch das Wasser muss , wird damit in gewissen Grenzen in der Höhe justiert. Für dieses übermotorisierte oder auch unterrumpfte Boot heißt das:


    • Antrieb parallel hoch ==> Heck läuft tiefer und etwas mehr geführt ==> Gefahr eines Blow-Over steigt
    • Antrieb parallel runter ==> Heck läuft loser ==> völlig kontraproduktiv
    • Antrieb hinten hoch ==> Bug kommt rauf ==> kontraproduktiv bei dieser Überpowerung und sonst eigentlich auch ==> Blow-Over-Gefahr
    • Antrieb hinten runter ==> Bug kommt runter, fahrdynamisch "gesünder" als den SP zu weit vorne zu fahren


    Wenn es möglich wäre, solltest du also den ganzen Antrieb parallel höher setzen und dann ggf. hinten wieder etwas runter. Wie gesagt, kaum ein Antrieb gibt das her - leider, denn es ist eigentlich simpel zu konstruieren .

    Zitat Zitat von Hubschraubär
    Dass man einfach mit weniger Zellen fahren kann ist mir klar, aber langsamer fahren als der Antrieb könnte ist ja auch keine Lösung. �� Das Aufschaukeln stört mich ja nicht nur aus ästhetischen Gründen, es verhindert dass ich den Antrieb ausreizen kann.
    Dazu wurde ja nun auch schon viel Wahres geschrieben, angefangen damit, dass ein Linkskurven-Gegeige über eigene Wellen auf so einem Tümpel völliger Unsinn ist und niemals nie nicht funktionieren wird (und auch keine Aufschlüsse gibt), und abgerundet durch die zutreffende Aussage, dass das Setup für den Alltag eines solchen Monos einfach überzogen ist - an 6s.

    An 4s im Pulk mit 5 anderen Booten um ein Oval (rechtsrum ...) ist nicht annähernd so langweilig, wie es scheint, 5s ist wesentlich praxistauglicher auch im Alleinbetrieb. 6s geht nur auf absolutem Glattwasser, mit bedachtem Fahrstil und noch etwas Feintuning. Oder mit kleinerem Propeller, z.B. 40'er Alu - ich wiederhole mich.
    Gruß Michael St*****

    Beware the fisherman, who is casting out his line into a dried up river bed.
    Don't try to tell him, 'cos he won't believe you.
    Throw some bread to the ducks instead, it's easier that way
    (Tony Banks from Genesis)

  7. #27
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    Hallo, bin heute mal wieder zum Bötchenfahren gekommen. Diesmal mit 5s 2p 5000 und diesem Prop hier. Es steht 4519 drauf. Der Durchmesser beträgt aber nur 41,5mm. Später dann wieder mit dem Octura 445. Was bedeuten die Bezeichnungen denn eigentlich?
    IMG_1519.jpg
    Ich habe zusätzlich zu dem erhöhten Gewicht durch den 2. Akku noch den Strut 1mm runtergeschraubt. Hat alles wenig gebracht, die Pendelei bei höherer Geschwindigkeit war immer noch da. Mit dem X445 liegt das Boot sogar richtig schief durch das Drehmoment. Zufällig war heute aber ein anderer Rennbootfahrer da, den ich um Rat fragen konnte. Er empfahl mir, die turn fins senkrecht zu stellen und so weit runter wie möglich. Ich dachte vorher, die sollen bei Geradeausfahrt gar nicht ins Wasser kommen, als ich das Boot bekommen habe standen sie im 45 Grad Winkel nach hinten und haben nur in Kurven das Wasser berührt, siehe Foto am Anfang vom Fred. Also die Dinger so tief und senkrecht wie möglich gestellt und die Lizard wieder ins Wasser geworfen. War auf einmal viel besser! Vollgas konnte man problemlos stehen lassen, zum Pendeln um die Längsachse kam es nicht. Kurven auch erheblich stabiler. Sicher hat sich auch der Widerstand im Wasser erhöht, aber das Fahrbild ist jetzt richtig solide. Ist das eine Zweckentfremdung der turn fins?

    Gruß Nicolas
    Geändert von Hubschraubär (10.September.2018 um 19:23 Uhr)

  8. #28
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Moin Nicolas,

    die 4519 bedeuten 45mm Durchmesser und 1,9fache Steigung, wobei speziell die Steigung bezüglich soll/ist bei manchen Herstellern nach dem Mond geht.
    Viele 1,9er Propeller haben vielleicht 1,4fache Steigung - sei froh drum - ein echter 1,9er Propeller würde massiv Strom ziehen und wäre im Verhältnis aus Strahlgeschwindigkeit zu Schub für dein Boot eher ungeeignet. Echte 1,9er kann man eher auf Riggern und Hydroplanes fahren, nicht auf schweren Monos und noch weniger auf schweren einmotorigen Monos.

    Bei Octura ist die Bezeichnung der Propeller anders: X445 steht für die Propellerfamilie "X" mit 1,4er Steigung und 45mm Durchmesser. Hier stimmt die Steigung recht genau.

    Ansonsten ist es duchaus üblich, an Propellern rum zu schnitzen. Kommt schon mal vor, dass sie kleiner sind als drauf steht, um einen kleineren Propeller mit mehr Steigung zu erzeugen oder das Vorblatt wird reduziert, um den Lift und den Stromverbrauch zu reduzieren, so das Boot mit etwas schwächerer Anfahrperformance kein Problem hat, ... Propeller sind eine Wissenschaft für sich.

    Das Boot per Ferndiagnose abzustimmen, wird eh nichts, ich hoffe du hast Handynummern mit dem anderen Rennbootfahrer ausgetauscht.

    Einen Tip noch bezogen auf deinen Text:
    Zitat Zitat von Hubschraubär Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe zusätzlich zu dem erhöhten Gewicht durch den 2. Akku noch den Strut 1mm runtergeschraubt. Hat alles wenig gebracht, die Pendelei bei höherer Geschwindigkeit war immer noch da.
    ...
    Nimm Werkzeug und ggf. einen Campingtisch mit an den See und schraube dort. Schritt für Schritt, immer nur eine Änderung zur Zeit, du brauchst auch nicht bei jeder Änderung einen ganzen Akku leer fahren. Strut etwas hoch/runter, Winkel getrennt variieren, Schwerpunkt etwas vor/zurück und beobachten. Das mit den Turnfinnen wäre auch mein Verständnis aber viele mischen auch Design und "schick" mit technischer Funktion und leicht nach hinten angestellt sieht zu Hause im Regal vielleicht schöner aus.

    Dazu kommt, dass Turnfinnen klassisch nur geklemmt sind, damit sie beim überfahren eines Hindernisses auslenken können. Deren Winkel beim auspacken aus einem Paket würde ich als "beliebig" einschätzen.

    Andererseits zur Funktion der Turnfinne: Die Masse deines Bootes will in der Kurve nach außen und die Finne gibt dem Rumpf mehr Halt. Je weiter die Fläche der Finne hinten ist, desto weiter liegt diese hinter dem Schwerpunkt vom Boot. Dazu reduzierst du wie du selbst gesagt hast die eintauchende Fläche und auch die "verkrallende Wirkung", mit der die Finne den Rumpf auf das Wasser zieht und zusammen mit diesem Führung aufbaut.

    Da kann man lange dran rum schreiben, der nächste drückt es anders aus und noch andere haben ein ganz anderes Bild im Kopf, am Ende nutzt es nichts, du musst es ausprobieren. Das schöne ist ja, dass man hier mit wenig Aufwand vorwärts kommen kann, so man nicht unkoordiniert an zu vielen Parametern gleichzeitig rum schraubt und dadurch Entwicklungen nicht erkennt.
    Du hast ja offensichtlich funktionierende Propeller, also trimme erst mal am Boot rum und noch etwas: Sobald du den Propeller änderst, können der optimale Schwerpunkt und Struteinstellung sich mit verschieben, speziell wenn du Propeller aus ganz unterschiedlichen "Propellerfamilien" durchtauschst. Dann geht es mit der Abstimmung schnell mal von vorne los

    Zur Turnfin: Größe, Form und Position lassen sich auch mit wenig Aufwand durch probieren. Ich habe mir beispielsweise gerade eine günstige Edelstahl-Maurerkelle geholt (Federstahl rostfrei) und die wird auch gerade "zerschnitzt". In das Material Löcher rein zu bekommen, ist etwas anstrengend, ich stimme aber gerade eine kleine Hydroplane ab und habe mir so ein paar Finnen geschnitzt in eher tief vs. hoch gestreckt...
    Die hoch gestreckte habe ich bereits verworfen, die hatte ich in Form einer Schälmesserklinge einfach nur schnell zur Hand, dafür habe ich die etwas tiefere, mittellange Finne jetzt mal zu einem Bogen "gedängelt".

    Was sich am Ende dann bewährt, ist vorweg über Erfahrung durchaus einzugrenzen aber oft führen mehrere Wege ans Ziel.

    Viel Spaß, freut mich, dass du einen Schritt vorwärts gemacht hast!

    Grüße, Eike

  9. #29
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    Hallo Eike,

    danke für die ausführliche Antwort! Besonders hat mich gewundert, dass die turn fins jetzt auch beim geradeaus Fahren helfen und das Kippeln um die Längsachse unterbinden.

    Gruß Nicolas

  10. #30
    Titsch-Titsch...
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    Hi Nicolas,

    wäre denkbar, dass das Boot nur mit dem Ruder zu wenig Führung hat und deshalb anfängt zu pendeln (zu wenig Fläche im Wasser oder Wurfpassung in der Lagerung ).

    LG
    Tobias

  11. #31
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    Hoi, das Ruder fühlt sich sehr solide an, hat nur minimales Spiel vom Servogetriebe. Kann natürlich sein, dass ein längeres helfen würde. Ich glaube, jetzt da es mit 5s läuft probiere ich es mal wieder mit 6s. Trimmklappen habe ich mittlerweile bestellt, noch eine Option die ich probieren möchte.

    Gruß Nicolas
    Geändert von Hubschraubär (13.September.2018 um 19:57 Uhr)

  12. #32
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    Heute habe ich meinem Garmin 820 Fahrradcomputer eine Mitfahrgelegenheit verschafft. Mit 6s und dem erwähnten 4519 prop kam ein Maximalwert von 79 km/h raus. Es war so gut wie kein Wind und ich konnte Vollgas problemlos stehen lassen. Aber ist das nicht langsamer als erwartet? Waren immerhin 2,8kW.
    Was auch passiert ist, ich glaube die Flexwelle hat sich ein paar mal aufgeschwungen, sehr unschönes Geräusch. Das Stevenrohr war auch ziemlich warm nach der Fahrt. Passiert das, wenn die Welle zu gerade verlegt ist?

    Gruß Nicolas

  13. #33
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    Mal wieder was neues, heute habe ich Trimmklappen ausprobiert. Sie sind 2mm über der Abrisskante am Spiegel montiert, anfangs lag das Ende der Trimmklappen auf einer Linie mit einem an die Rumpfunterseite angelegten Lineal. Das Fahrverhalten ist jetzt enorm stabil, kein Gehopse mehr, das Boot berührt aber mit mindestens der halben Länge das Wasser und kommt nicht in Fahrt. Mit 6s 10000 und Octura 445 nur noch 73km/h laut meinem Fahrradtacho. Ich habe die Trimmklappen dann so hoch gedreht wie möglich, hat aber lange nicht gereicht. In welchem Winkel stehen die üblicherweise?
    Kann es sein, dass durch die Trimmklappen jetzt kein Wasser mehr in die Kühlwassereinlässe die kurz vorm Spiegel liegen gelangt?

    Gruß Nicolas

  14. #34
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Ich kenne die Trimmklappen so, dass sie eigentlich bündig mit der Rumpfunterseite sitzen - als Verlängerung vom Rumpf und du hast die Freiheit, diese nach unten anzustellen. So hast du einen Strömungsübergang ohne Verwirbelungen und erst mal die Verlängerung der Gleitfläche und selbst minimale Anstellwinkel bringen was.

    Bei deiner Montage 2mm zu hoch reißt die Strömung am Rumpf ab und eine Ecke weiter stößt sich das Wasser den Kopp an den Klappen, so diese weit genug runter gedreht sind - mal platt gesprochen.

    Eine feinfühlige Einstellung fällt da schon mal schwer und strömungstechnisch gut ist anders. Warum hast du sie so weit oben montiert?

    Grüße, Eike

  15. #35
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    Hallo Eike,

    das habe ich so im Forum gelesen, mit der Begründung dass dann die Abrisskante am Rumpf ihre Funktion weiterhin erfüllt. Kann es sein, dass die Trimmklappen sogar nach nach oben gedreht werden müssen? So wie es jetzt war, läuft das Boot zu nass. Plan mit der Abrisskante geht auch, da die Trimmklappen Langlöcher haben.

    Gruß Nicolas

  16. #36
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Ausprobieren, man muss ja auch überzeugt sein, das beste Setup gefunden zu haben ;-)

    Montiert mit Stufe, damit die Abrisskante funktioniert und nach oben stellen - überleg mal - dann kannst du auch einen Stapel Unterlegscheiben an den Heckspiegel schrauben - mit dem Gewicht der Klappen - kommt billiger ;-)

    Das mit Stufe halte ich für Bullshit, wenn die Langlöcher vorhanden sind, ist doch super.

    VG, Eike

  17. #37
    Spassfahrer Avatar von andi 66
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    Was sollen denn Zrimmklappen nützen wenn das Boot zu nass läuft?
    Die sollen doch nur das kippeln um die Längsachse minimieren und die Nase runterdrücken
    Andreas

    Denn ich weiß nicht was ich tue

    http://www.modellbau-dortmund.de/

  18. #38
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    Ja genau, um das Kippeln um die Längsachse ging es mir. Das ist auch weg. Nur läuft das Boot jetzt auch viel nasser und ist dadurch langsamer.
    Ich meinte nicht ganz nach oben, aber eben so dass die Endkante der Trimmklappen oberhalb der Verlängerung der Rumpfunterseite ist. Die Nase runterdrücken wollte ich gar nicht.

    Gruß Nicolas

  19. #39
    chronisches Spielkind ;-) Avatar von plinse
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    Für das Vorhaben müssen die Klappen aber bündig mit der Rumpfunterseite sein, siehe zuvor geschriebens. Dann darf die Abrisskante vom Rumpf genau nicht "funktionieren" ;-)

    Probiere es aus, am Ende ist es eine Mischung aus Anstellwinkel Trimmklappen, Schwerpunkt, Powertrims und nicht zu vernachlässigem dem Lift der Propeller.

    Ich habe gerade die Baby RSV Raptor hier in der Börse gekauft, Trimmklappen sind auch dran, laufen tat sie für die erste Fahrt gut, aber sie lag stabil, so lange Zug drauf war. Bin ich vom Gas gegangen, wurde sie kippelig. Das heißt für mich, dass ich zwischen Lift vom Propeller, Schwerpunkt und Anstellwinkeln umverteilen muss.

    Frei übersetzt: Drückt der Lift den ... ähhhh das Heck hoch, liegt sie stabil und bügelt Wellen weg. Trimms etwas hoch und Schwerpunkt vor müssten ausgeglichener liegen. Das auszuprobieren, wird dann halt Inhalt der nächsten Fahrten. Gut, meine Propeller dürften auch mehr Lift haben als die vom Vorbesitzer...

    Genau so wirst du rum spielen müssen ;-)

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