Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Grünschnabel
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    Standard Ruderblattposition zur Drehachs

    Hallo zusammen
    Ich weiss nicht, ob es über dieses Thema schon Beiträge gibt und wie gross der Einfluss ist.
    Ich möchte wissen, wie sich der Abstand des Ruderblatt-vorderkante zum Drehpunkt des Ruders auf die Fahreigenschaften auswirkt?
    Ist eine Vorderkante auf Drehpunkthöhe (seitlich gesehen) besser für stabile Fahreigenschaften?
    Konkret habe ich eine Robbe Prinzess aufgemöbelt und sie läuft sehr schnell, aber neigt zum Pendeln bei Topspeed (57 km/H).
    Ruder und die Anlenkung ist satt, aber der Abstand Vorderkant zu Drehachse ist 1cm-könnte dies das Pendeln auslösen?
    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
    Gruss Daniel

  2. #2
    Forenlegende Avatar von Ch.Lucas
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    Hi,
    klar läuft ein Ruderblatt dessen Vorderkannte im Drehpunkt liegt ruhiger als eines das eben einen Teil des Ruderblattes auch vor der Drehachse hat. Man nennt das Blancierte Ruderblätter. Der Anteil vor der Drehachse reduziert die Kräfte zum bewegen des Ruderblattes. Aber bis zu einem Drittel bei der Blattverteilung laufen die im Allegemeinen noch recht Ruhig. Schau mal auch ob die beiden Ruderblattseiten gleichmässig sind. Also ob die Flächen eben sind und die Abreiskannten gleichmässig scharfkanntig.Wenn das OK ist schau mal wie gleichmässig die Rumpflaufflächen sind ,ob die nicht unter dem Druck bei hoher Geschwindigkeit sich unterschiedlich eindrücken oder verformen. Habe da schon alles mögliche gesehen das zum kippeln anregen kann.

    Happy Amps Christian
    Happy Amps Christian
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  3. #3
    Grünschnabel
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    Hallo Christian
    Vielen Dank für die Antwort.
    Die Vorderkannte war 1cm hinter der Ruderachse.
    Ich habe das Ruderblatt jetzt 0,5cm näher zur Achse versetzt (erst am Sonntagabend gemacht und ungetestet).
    Am Servoarm habe ich die Anlenkung ein Loch gekürzt damit das Servo mehr Hebel- oder Haltekraft hat.
    Das hat am Wochenende schon etwas gebracht-vielleicht ist das Servo auch zu knapp bemessen.
    Der Rumpf selber ist innen mit GFK verstärkt und sehr stabil.
    Dellen im Rumpf kann ich noch minimalst nacharbeiten, aber aus meiner Sicht nahe zu perfekt und schwierig noch besser hinzukriegen.
    Das Boot hat einen Doppelantrieb mit nach aussenschlagenden Props, das sollte ja auch stabilisieren?
    Es ist auch ein relativ flacher V-Rumpf und damit empfindlich auf Wellen?
    Ich bin auch am überlegen die Ruderblattlänge zu erhöhen.
    Mit dem Versatz des Ruderblatts habe ich Haltelöcher höher gebohrt und die Eintauchtiefe damit um 2mm erhöht.
    Es sind halt Feinabstimmungen und Kleinigkeiten die es ausmachen.
    Viele Grüsse
    Daniel
    Geändert von silver65 (11.July.2018 um 14:28 Uhr)

  4. #4
    Titsch-Titsch... Avatar von erny
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    Hallo Daniel,

    wichtig ist, dass die Lagerung der Ruderblatt-Achse kein Spiel hat. Ich hatte das mal an der Lizzy (auch 2-motorrig). Ein minimales Lagerspiel führte zu unbeherrschbarem Pendeln.

    LG Christian

  5. #5
    Grünschnabel
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    Hallo Christian
    Danke für deine Hilfe.
    Die Lagerung ist stabil.
    Ich mache jetzt nochmals Testfahrten mit der neuen Ruderblattposition.
    Mein Verdacht konzentriert sich momentan auf das Servo und dessen Getriebe.
    Da ist ein leichtes Spiel und es ist nur ein Standardservo von Futaba.
    Ich muss zu meiner Schande zugeben-da hab ich ein wenig gespart.
    Wobei ich bei Baubeginn nicht mit so hohen Geschwindigkeiten gerechnet habe.
    Ich war sehr pessimistisch, der Rumpf ist ja nicht so der Hit und ich habe ihn schon vorgängig überarbeitet.
    Gruss Daniel

  6. #6
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Servospiel wird im Zusammenhang mit diesem Phänomen eher überbewertet. Es ist ja gerade der Sinn eines Keilruders im allgemeinen und eines unbalancierten Keilruders im speziellen, dass sich das System selbst "glattzieht".

    Ich hatte schon Pendeleffekte und sonstige miese Effekte wie auf die linke Seite ziehen, wenn das Ruder nicht exakt senkrecht stand ...
    Gruß Michael St*****

    Beware the fisherman, who is casting out his line into a dried up river bed.
    Don't try to tell him, 'cos he won't believe you.
    Throw some bread to the ducks instead, it's easier that way
    (Tony Banks from Genesis)

  7. #7
    Chaos Skipper Avatar von Antiheld
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    Irgendwann fängt jedes Mono an instabil zu werden. Je länger ein Rumpf ist, desto besser läuft er. Gewicht bringt hier etwas Abhilfe. Meine Kiton wird mit 5000er Zellen bei >90km/h nervös, mit 8000er Zellen läuft sie bis 110 stabil.
    Die Kiton mit Bine ist mit 16kg nicht außer Ruhe zu bringen, es sei denn, man überfährt Treibgut, dann legt die sich auf den Rücken

    Meisst ist zuviel Leistung für den Rumpf das Problem.

    Gruss

    Bertram
    Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

  8. #8
    Grünschnabel
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    Hallo Bertram
    Ja du hast recht, sie ist sehr leicht.
    Und das Längen-Breitenverhältnis ist nicht ideal-
    plus zusätzlich ein relativ flacher V-Rumpf.
    Keine guten Voraussetzung für hohe Geschwindigkeiten.
    Ich werde euren Hinweisen nachgehen, die Detail noch verbessern und dann berichten.
    Ich danke Allen für die Tipps!!
    Gruss Daniel

  9. #9
    Der Bastler
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    Das flache V ist kein Problem. Ein tiefes V bei wenig Gewicht ist da viel problematischer.
    Einfach mal etwas Zusatzgewicht rein, Lauffläche auf Beulen und Dellen kontrollieren, Abrißkanten scharf? und Ruderposition checken

    Heiko

  10. #10
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Lese ich richtig es ist die Robbe Prinzess.? Abs Rumpf Aussenborder?? Normalerweise?
    Wenn ja ist der Rumpf schon ab 30km/h überfordert.
    Gruß Markus
    Ich habe keine Lösung,aber ich bewundere das Problem !

  11. #11
    Grünschnabel
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    Hallo Markus
    Genau das Boot!
    Den Rumpf habe ich Innen mit Matten verstärkt.
    Die Rumpfform ähnlich der Robbe Sea Jet 1 überarbeitet.
    DSCN2644.jpg
    Heute Morgen früh dann Testfahrt - Alles sehr gut gelaufen.
    Das Pendeln ist weg!
    Folgende kleine Korrekturen sind gemacht (Ich weiss, wieder alles miteinander statt in Schritten):
    Unterseite kleinste Dellen rausgeschliffen und nochmals lackiert
    Ruder war minimalst nicht senkrecht (Ist auch schwierig genau zu eruieren - für einen Tipp bin ich dankbar)
    Anlenkung des Ruders nochmals versteift
    Und Ruderblatt näher zum Drehpunkt
    Ich habe Alles nach euren Tipps kontrolliert - alle Korrekturen waren wirklich im minimalsten Bereich,
    aber haben ihre volle Wirkung gezeigt.
    Danke und Gruss
    Daniel

  12. #12
    ...just cruisin' Avatar von HydroRolli
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    Sehr geil!!

    Mach mal bitte Bilder vom kompletten Boot :-)

    Gruß Rolf

    P.s.
    Bis ca. 60 kmh hab ich das Boot schon stabil laufen gesehen ;-)

  13. #13
    Grünschnabel
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    Danke Rolf
    Macht auch super Spass beim Fahren und sieht in jedem Geschwindigkeitsbereich toll aus.
    Sie läuft vor allem im mittleren Tempobereich (20 bis 50km/h) schön auf den letzten 10cm (ohne zu Wippen)!
    Bild (alt) des kompletten Bootes - hat aber jetzt noch eine provisorische Fahrerfigur bekommen.
    DSCN2642.jpg
    Gruss Daniel
    Geändert von silver65 (15.July.2018 um 14:05 Uhr)

  14. #14
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Spitze
    Na dann viel Spass.
    Auf die Dellen wäre ich als nächstes
    Gekommen.
    Denn die Abs rümpfe haben zum grösten teil mehr
    Dellen und Wellen wie sie gerade sind.
    Daumen hoch.

    Gruß Markus
    Ich habe keine Lösung,aber ich bewundere das Problem !

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