Ergebnis 1 bis 18 von 18
  1. #1
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Standard Mono fährt schief

    Da ich mich entschlossen habe mein Kleines 1,30er Mono doch zu behalten.
    Find mein Bügelbrett doch Irgendwie geil.
    Mal eine Bescheidene Frage.
    Ab ca. 82km+ legt Sie sich von hinten gesehn auf die Rechte Lauffläche.
    Sieht halt Kacke aus.
    Da ich Speedmäßig ggf noch ein bis 2 Kohlen Drauflegen will
    frage ich mich welche Optionen gibt es, das ich dem Teil das Abgewöhnen kann?
    Akkus nach Links geht Bauartbedingt nicht.
    Antrieb und Welle Versetzten ? Müsste ich alles Rausrupfen. !!Letzte Option.!!
    Was gibt es noch ? ohne das ganze Boot zu Zerlegen.


    Gruß Markus
    Ich habe keine Lösung,aber ich bewundere das Problem !

  2. #2
    Titsch-Titsch...
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    Prop mit weniger Steigung, Trimmklappen, Antrieb nach links verschränken....


    Gruß Stefan

  3. #3
    ... Avatar von Jörg Fink
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    Klebe doch mal einen Balsakeil mit Doppelklebeband und einmal normales Klebeband obendrüber auf die rechte Seite. Wenn es eine Stufe hat, dann kurz vor der Stufe. Wenn ohne Stufe dann hinten am kurz vorm Heck. Balsa kannst du lässig mit einem Cuttermesser zuschneiden und testen wie weit du den Bremskeil wegschneiden kannst.

  4. #4
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Ein weiterer- etwas exotisch anmutender - Ansatz: Das Ruder etwas - von hinten gesehen - im Uhrzeigersinn aus der Senkrechten bringen.

    Zum Hintergrund: Ich hatte jetzt schon mehrmals das Phänomen, dass ein Boot dazu neigte, sich bei Vollgas nach LINKS zu legen. Jedesmal stellte sich raus, dass das Ruder nicht exakt senkrecht war. Zusammen mit dem fast immer nötigen leichten Gegenlenken nach links für Geradeausfahrt ergibt sich ein (Höhenruder-)Effekt, der das Heck hinten rechts anhebt bzw. das Boot nach links vorne drückt(e).

    Das könnte man sich aber hier zu Nutze machen, um dem ungewollten Rollen nach rechts entgegen zu wirken.

    Falls das Boot eine Stufe hat, kann man links der Stufe auch den Anstellwinkel verringern (wie man ihn rechts erhöhen kann, wie Jörg schon schrieb). Wobei an der Stufe schon ein Keil aus ein paar gestuften Lagen Tesa reicht! Beides dreht das Boot um die Längsachse nach links mit zunehmender Geschwindigkeit.

    Falls das Boot keine Stufe hat, könnte eine ungewollte Asymmetrie in Form einer Beule oder Hohlkehle im Bereich 20-40% Rumpflänge (von hinten) das Problem verursachen (Haarlineal auflegen ...)
    Gruß Michael St*****

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  5. #5
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Ist ein Ungestuftes Mono
    Kompletter Eigenbau aus Holz.

    20160307_111603.jpg
    Dellen oder Beulen sind "Fast " nicht vorhanden.

    @MiSt
    Oh Guter Einwand Ruder etwas " Schiefstellen " Mit Unterlegscheiben bekomme ich das mal zum Testen hin.

    @Jörg Fink
    Daran Hatte ich Irgenwie gedacht aber nicht so ganz mit der " Provisorischen " Umsetzung.

    Gruß
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  6. #6
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Auf dem Foto kann man sehen, dass der Kiel bis zum Spiegel scharf ist. Wenn das Boot komplett rausgekommen ist - wo soll es sich abstützen zur Seite hin?

    Such mal nach Fotos vom U-Schiff der Nosteps von H&M. Die haben hinten ein kleines Dreieck als Lauffläche. Alternativ den Kiel hinten wenigstens großzügig nach vorne auslaufend verrunden, das verbessert auch die Kurvenfahrt (Bilder der gemoddeten Magin One hier im Forum, z.B.). Beide Maßnahmen ergeben auch einen definierteren Anstellwinkel geradeaus.

    Auch zwei recht breite Sprayrails aus einer Endleiste vom Flieger (Balsa ...) 2cm rechts/links vom Kiel ganz hinten würden dem Boot helfen, eine stabile Lage zu finden.
    Geändert von MiSt (15.February.2017 um 20:01 Uhr)
    Gruß Michael St*****

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  7. #7
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Oha Richtig ! ?
    Stimmt die Nosteps haben das Dreieck.
    Ein Kleines Dreieck Würde ich ggf da hinbekommen das Material Kiel/Spiegel ist hier ca 25-30mm Dick auf ca. 10cm länge und 5cm Breite.
    Längs Stinger / Spayrails sind drann. Aber es hat garn nichts gebracht nur der Geradeauslauf ist dadurch Brutal Stabil geworden.
    Kurven waren davor " So Lala " Mono like halt ( Habe auch noch keinerlei Turnfin Drann.)
    Was mich durchaus nicht stört.Muss halt mehr Lenken.
    Gruß Markus
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  8. #8
    ... Avatar von Jörg Fink
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    bekomme ich das mal zum Testen hin.

    @Jörg Fink
    Daran Hatte ich Irgenwie gedacht aber nicht so ganz mit der " Provisorischen " Umsetzung.

    Das wäre ja auch nur zum testen, wie viel oder wie hoch der Keil werden muss. Hat man ein brauchbares Ergebnis, kommt das Balsa ab und es kommt eine Epoxyplatte drunter. Wie Michael schon geschrieben hat, meist reicht da sehr wenig.

  9. #9
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Zitat Zitat von Markus 1 Beitrag anzeigen
    Längs St_inger / Sp_ayrails sind drann.
    Oha: Ein veraltetes Foto ... und auf deiner Tastatur fehlt das "r"

    Zitat Zitat von Markus 1 Beitrag anzeigen
    Aber es hat garn nichts gebracht nur der Geradeauslauf ist dadurch Brutal Stabil geworden.
    Ahso. Ist halt auch alles andere als egal, wie groß, in welcher Form, wie viele und wo man sie anbringt ...

    Zitat Zitat von Markus 1 Beitrag anzeigen
    Kurven waren davor " So Lala " Mono like halt ( Habe auch noch keinerlei Turnfin Drann.)
    K.A., was du meinst. Gut abgestimmte Monos fahren traumhafte Kurven ... zuweilen sogar ohne Finne.
    Gruß Michael St*****

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  10. #10
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    @MiSt
    Ja hab da großen " Mist " Geschrieben.
    Quasi geistiger Dünnschiss.
    20170216_143715_resized.jpg 20170216_143649_resized.jpg

    Hier aktuelle Bilder.
    Sind 4 Stringer dann.
    Die 2 Mittleren will ich noch ca. 15cm vom Spiegel aus kürzen.

    Also Ohne Stringer fuhr das Mono Schwammig geradeaus und Hüpfte jeder Welle hinterher.
    Reaktionen auf Ruderbewegungen ,diese brauchten nur minimal sein waren zwar da
    aber alles andere als Genau da die Kleine der nächsten Welle hinterherhüpfte.
    Man ( n ) war mehr oder minder immer am Rudern.
    Das Kurvenfahren hingegen war Spitze einmal in der Kurve drinne "Driftete / Rutschte" die Große fast Zielgenau
    um jede Ecken und das in sehr kleinem Radius.

    Mit Stringer Läuft Sie "Brutal " stabil geradeaus und lässt sich nur mit knackige Ruderauschläge Umlenken bzw. Korrigieren.
    Aber das Punktgenau.
    Die Kurven gehen einem Radius angepasst dem Boot und dem Platz an unserem See gut.
    Aber mit knackigen Ruderausschlägen.
    ( Teilweise wenn die Schwimminsel in Richtung Ufer kommt sehr knapp für den Klotz )

    Bloss das auf die Rechste Seite legen will ich wegbekommen.

    Gruss Markus
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  11. #11
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Mal ein bisschen allgemeine Stringertheorie, ggf. beteiligt sich ja noch der eine oder andere (Jörg? Patrick? ???):

    Zunächst mal gibt es die Form, die auf den Fotos zu sehen ist (gleichseitiges Dreieck) und die "andere" Form (wie eine Flugzeug-Endleiste).

    Erstere nutzt man, um an einer Stelle gezielt Führungsaufgaben übernehmen zu lassen, oder weil man für den Job des zweiten Typs keine passenden Leisten zur Hand hat (deren Querschnitt hängt vom V-Winkel ab), oder wenn der Anhebeeffekt in Kurven (siehe unten) stärker sein soll

    Der Job des zweiten Typs ist es primär (für Geradeausfahrt), das "V" lokal aufzuheben und zusätzlichen Auftrieb zu erzeugen. Solche Sprayrails findet man unter echten Deep-Vs praktisch "flächendeckend", damit die Teile effizient aus dem Wasser gehoben werden, ohne die Vorteile des Deep-V-Ansatzes zu verschenken. Beim Modell braucht man sie allenfalls vor dem Schwerpunkt, wenn überhaupt, für diesen Zweck. Fast alle modernen Wettbewerbsmonos haben so gut wie keine Stringer/Sprayrails mehr, zumindest "ab Werk".

    Die Sprayrails, die bei Kurvenfahrt im Wasser sind (Kurveninnenseite) haben aber noch einen zweiten Effekt, der manchmal gewollt ist, manchmal stört: Der Rumpf kann über sie nach außen rutschen in der Kurve, wie man das auch mit einem verrundeten Kiel hinten erreichen kann. Solche Rails sitzen weit außen, sind geradeaus gar nicht benetzt. Das ergibt in der Praxis besser zu fahrende Kurven, weil das Verhalten vorhersehbarer ist als wenn ein scharfer Kiel sich abwechselnd ins Wasser "reinbeißt" und im nächsten Moment "losbricht". Um hinten kontrolliert "Grip" zu erzeugen, bringt man dann explizit eine Turnfin an.

    Aus dem gleichen Grund bringt man zuweilen auch vorne - vor der Stufe - solche Rails ziemlich weit außen an: Die sind geradeaus unwirksam (würden auch zu viel Auftrieb erzeugen, das Boot würde ständig zum Aufsteigen neigen), verhindern aber beim Kurvenfahren das Ansaugen vorne und somit das Einkringeln.

    Für diese weit außenliegenden Rails nimmt man dann gerne die gleichseitige Dreiecksleiste, weil sie geradeaus weniger wirksam ist als die "Endleiste" und in Kurven dafür kräftiger anhebt.

    Die Stringeranordnung auf deinen Fotos ist vor diesem Hintergrund "gewöhnungsbedürftig":
    • die dreieckige Form der kielnahen Stringer erzeugt extrem viel Führung und eher wenig Auftrieb
    • die kielnahen Stringer haben hinter dem Schwerpunkt mit wenig Wahrscheinlichkeit irgendeinen positiven Effekt, daher würde ich sie nicht nur um 15cm kürzen, sondern 5-10cm vor dem SP enden lassen
    • ganz hinten sollte man stattdessen entweder das erwähnte "NoStep-Dreieck" ausprobieren, oder wie von mir vorgeschlagen "Nasenleisten"-Stringer ganz nah am Kiel anbringen, damit sich der Rumpf seitlich irgendwo abstützen kann. Letzteres kann man reversibel ausprobieren und muss auch den Antrieb nicht verlegen, daher würde ich das zuerst probieren (10cm lang wäre mein Ansatz, 15-20mm breite waagerechte Fläche, nach vorne sehr flach auslaufend ohne Prallkante wie an den aktuellen Stringern...)
    Geändert von MiSt (17.February.2017 um 10:29 Uhr)
    Gruß Michael St*****

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  12. #12
    Grünschnabel Avatar von seni
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    hi Michael,
    danke Dir, auf so eine Erklärung warte ich schon seit Jahren

    Das Einkringeln habe ich mittlerweile gelöst indem ich das Vorderteil etwas konvexer gestalte:

    Mono vorne.jpg
    Oben vorher, unten nachher, na gut, die Skizze ist nicht so ganz massstabsgerecht geworden.
    Beim Hinterteil frage ich mich ob Sprayrails nicht zum Stromsparen nützlich sein könnten, immerhin wird das benetzte Dreieck etwas reduziert.

    Arsène

  13. #13
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Mit dem bauchigeren Vorschiff verschlechtert sich leider das Eintauchverhalten in Wellen, ansonsten entspricht das von der Idee her letztlich der Kielverrundung hinten, oder breiten "Nasenleistenrails" in Kielnähe, und funktioniert dann nach dem selben Prinzip. Viele ältere Hopf-Boote haben solche kielnahe "Nasenleisten"-Rails vor der Stufe, was dem Vorschiff sowohl geradeaus als auch in den Kurven enorm Auftrieb gab (was auch nötig war für die damaligen Leistungen vs. Gewichte). Das war nach dem Umstieg auf LiPos mit den stärker motorisierten leichter gewordenen Booten total kontraproduktiv in den Kurven (kein Grip vorne) - leider hatte ich das damals noch nicht begriffen gehabt, sonst hätte ich das bei unseren damaligen Mono2 (Cyclon Evo) korrigieren können wie ich es später bei der Lightning (Mono1) gemacht habe. Steht seit zwei Jahren auf meiner "ProbierDochMal"-Liste - es würde mich schlicht interessieren, wieviele Runden (28 statt 26? doch 29?) mehr das bringt, auch wenn man an moderne Konstruktionen mit 30+ Runden wohl trotzdem nicht rankommen wird.

    Umgekeht hatten die Monos von Stephan L. nach der Zardoz vorne mehr V als hinten, was die Gripverteilung zu frontlastig gemacht hat. Das Problem hat z.B. auch die Scord III, weswegen man dort vorteilhaft die erwähnten recht weit außen liegenden Dreiecksleisten anbringt (Patrick hat's erfunden ...). Wenn man den Effekt sieht, kapiert man es nachträglich.

    Was Sprayrails hinten angeht zum Stromsparen, so habe ich das schon gemacht, teilweise mit extrem schmalen Leisten, um fast keinen Auftrieb zu erzeugen, aber das Wasser zu zwingen, sich vom Rumpf zu lösen. Bringt besonders bei sehr flachem V einiges - sonst zieht es sich doch sehr weit hoch (Unsere Mega Dragstar kommt ohne nicht über die Zeit ...).
    Gruß Michael St*****

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  14. #14
    Heizer Avatar von Shark
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    Hallo zusammen,

    da jetzt schon zwei mal mein Name gefallen ist möchte ich auch ein wenig zu diesem Thema beitragen, wobei Michael schon vieles gesagt hat.

    Zuerst einmal etwas zur planen Lauffläche im Kielbereich am Heck, welche im Englischen auch als 'Pad' bezeichnet wird. Hier mal eine Definition bzw. Erklärung dazu die ich vor geraumer Zeit mal gefunden habe:

    PAD: A flat portion of a deep “V” hull at thebottom dead center, running lengthwise from the transom, forward to the bow.The Pad will generally taper-off into a sharper “V” shape as it progresses upthe bow. A Pad is a flat running surface that develops lift allowing the hullto plane on a smaller surface area, thus reducing drag and increasing speed. APad can be long or short, wide or narrow. Each has benefits and drawbacks.

    Nun zu den Stringern:
    Um die genaue Wirkung von Stringern zu verstehen muss man wissen wie die momentane Strömungsrichtung im Bereich ist wo die Stringer aufgebracht werden sollen. Diese ist natürlich von der Geschwindigkeit und der Lage des Bootes (Gradeausfahrt oder Kurve) abhängig. Bei einem Rumpf mit V verläuft die Strömung bei den für unsere Boote üblichen Gleitzuständen unter einem Winkel von ca. 15-20 Grad gegenüber der Kiellinie nach außen weg. Der Strömungswinkel nimmt mit zunehmenden Anstellwinkel des Bootes als auch mit großer werdendem V-Winkel zu. Ist in Strömungsrichtung eine Hohlkehle so saugt sich der Rumpf, wenn diese benetzt wird, fest (habe den Verlauf am Bug der Scord III nicht überprüft, könnte aber auch da der Fall sein). Durch richtig platzierte Stringer kann man diesem Effekt entgegenwirken. Von daher macht es auch immer Sinn wenn man das U-Schiff auf Ebenheit kontrolliert nicht nur in Längsrichtung zu schauen sondern auch in Strömungsrichtung.

    Wie Michael schon gesagt hat, muss man die richtige Position, Größe (Höhe), Form und Länge von Stringern erfahren. Um dieses zu tun und auch schnell Änderungen vornehmen zu können hat sich bei mir folgende Anbringung der Stringer bewährt. Verlauf und Position der Stringer auf dem Rumpf markieren / anzeichnen (z.B. mit Bleistift). Dann breites dünnes Klebeband (Tesa oder Kapton) aufbringen und die entsprechend fertig gemachten Stringer mit Sekunde anbringen. Am besten mit längeren anfangen und dann Schrittweise kürzen. Ist man mit dem Resultat zufrieden kann man die Stringer endgültig befestigen.

    Besten Gruß,
    Patrick

  15. #15
    Real Raceboater Avatar von MiSt
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    Danke für die Ergänzungen, Patrick
    Gruß Michael St*****

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  16. #16
    Heizer Avatar von Mark
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    Eine kleine Ergänzung meinerseits:
    bitte auch den Schwerpunkt in Querrichtung beachten. Ich würde jetzt mal schätzen so ca 2-3cm links von der Mitte müsste es sein, je nach Prop und Drehzahl.

  17. #17
    Einsteiger Avatar von Akula ii
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    Hallo!


    Vielen Dank an alle, die sich zu dem Tema geäußert haben.
    Da ich im Moment ein ähnliches Boot plane, ist es für mich sehr aufschlussreich was da geschrieben wurde.

    Schöne Grüße, Reinhard.
    Gott sprach zu mir: Baue dir ein Hydroplane

  18. #18
    Grünschnabel Avatar von Markus 1
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    Auch von mir ein Großes Danke.
    Viel Viel Input muss ich erst mal richtig Umsetzten / Nachdenken.

    @Mark

    Normal sind diese Mono´s für Verbrenner und der Endtopf / Auspuff liegt auf der Linken Seite.
    ( Google Prowler RC Boot )
    Dadurch ist natürlich das "Schief" fahren Geschichte.
    Ich probiere quasi meinen " Baufehler " auszumerzen.


    Gruß Markus
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